Gedankensplitter der FDP Aadorf
06.06.2026 Abstimmungen, AadorfBEWAHREN, WAS WIR LIEBEN? JA, SELBSTVERSTÄNDLICH!
«Bewahren, was wir lieben.» Dieser Slogan ist aktuell landauf, landab zu lesen. Immer im Zusammenhang mit der «Nachhaltigkeitsinitiative» der SVP. Wieso die ...
BEWAHREN, WAS WIR LIEBEN? JA, SELBSTVERSTÄNDLICH!
«Bewahren, was wir lieben.» Dieser Slogan ist aktuell landauf, landab zu lesen. Immer im Zusammenhang mit der «Nachhaltigkeitsinitiative» der SVP. Wieso die Befürworter die Liebe zur Schweiz exklusiv für sich beanspruchen, bleibt dabei ihr Geheimnis. Der Slogan selbst ist gut, allerdings von lächerlicher Überflüssigkeit. Oder kennen Sie jemanden, der das, was er liebt, nicht bewahren möchte? Eben.
Es stellt sich die Frage, was genau die SVP bewahren will. Einen freien Sitzplatz im Intercity vielleicht? Unseren Wohlstand ganz sicher nicht, weil die geforderte Kündigung der Personenfreizügigkeit unseren Fachkräftemangel verstärken und letztlich zum Abbau unserer Wirtschaftsleistung führen würde. Weniger Steuereinnahmen und (noch) weniger Geld, das in unsere AHV einbezahlt wird, wären die Konsequenzen.
Wir würden bei Annahme der Initiative in die Verfassung schreiben, dass maximal 10 Millionen Menschen in der Schweiz leben dürfen. Weltweit einzigartig. Und ein weiterer «Sonderfall Schweiz», um den uns das Ausland nicht mehr wie früher beneidet, sondern zunehmend nur noch verärgert reagiert.
Wir als FDP wollen unseren hart erarbeiteten Wohlstand bewahren. Deshalb sind wir dezidiert gegen die Abschottungsinitiative.
Eigentlich liegt die SVP ja richtig: Wir müssen die Zuwanderung in die Schweiz reduzieren und besser steuern. Die Chaosinitiative ist aber der falsche Ansatz hierfür. Es ist auf bürgerlicher Seite klar mehrheitsfähig, dass kriminelle Asylbewerber nach der ersten strafbaren Handlung ausgeschafft werden. Oder, dass Wirtschaftsmigranten aus sicheren Herkunftsländern bei uns grundsätzlich kein Bleiberecht erhalten und wir gar nicht auf solche Asylanträge eintreten. Dies muss der Ansatz sein, nicht ein unüberlegtes Zuschletzen unserer Türen.
Passen Sie auf, sollten Sie mit der Idee liebäugeln, «denen in Bern oben einen Denkzettel zu verpassen»: Dieser Denkzettel könnte uns lange und nachhaltig schmerzen.
«Bewahren, was wir lieben?» Ja selbstverständlich! Weil wir unseren Wohlstand und unsere Sicherheit bewahren wollen, sagen wir klar NEIN zur schädlichen Nicht-Nachhaltigkeitsinitiative der SVP.
Mit bewahrenden Grüssen
Ihre FDP Aadorf
