Die Veloförderungsaktion Bike to Work Challenge von Pro Velo Schweiz stellte 2026 neue Rekorde auf: mit über 110’000 Teilnehmenden aus 4072 Betrieben machten so viele mit wie noch nie. Gemeinsam legten sie über 30 Millionen Kilometer zurück. Die Wirksamkeit des Programms ...
Die Veloförderungsaktion Bike to Work Challenge von Pro Velo Schweiz stellte 2026 neue Rekorde auf: mit über 110’000 Teilnehmenden aus 4072 Betrieben machten so viele mit wie noch nie. Gemeinsam legten sie über 30 Millionen Kilometer zurück. Die Wirksamkeit des Programms ist belegt: Viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen fahren nach dem Ende der Challenge weiterhin mit dem Velo zur Arbeit.
Die Bike to Work-Challenge ist nicht nur für die eigene Gesundheit und für den «Teamspirit» exzellent: Dank den Kilometern, die so zurückgelegt werden, wird die Umweltbelastung vermindert. Dieses Jahr konnten beachtliche 4410 Tonnen CO2 eingespart werden. Gemeinsam legten die Teilnehmerinnen 30’625’375 Kilometer zurück. Das entspricht rund 764 Erdumrundungen und markiert einen neuen Höchstwert.
In der Region nahmen unter anderem die Gemeinde Elgg und die Heim AG aus Aadorf teil und strampelten gemeinsam während den Monaten Mai und Juni für einen ökologischeren Arbeitsweg.
Parlamentarisches Engagement stärkt das Velo im Alltag
Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder Bundespolitikerinnen an Bike to Work. Nationalrätinnen und Nationalräte aus der SP, der FDP und den Grünen traten in die Pedale. Mit Beat Jans war auch ein Mitglied des Bundesrats dabei.
Dieses Engagement zeigt, dass das Velo als Verkehrsmittel auch auf nationaler Ebene zunehmend an Bedeutung gewinnt – und konkrete Unterstützung findet. «Die Aktion Challenge rückt das Velo im Alltag in den Vordergrund», sagt Projektleiterin Barbara Willen. «Das ist gut für die Gesundheit und trägt dazu bei, Städte und Agglomerationen vom Verkehr zu entlasten.»
Erfahrungsbericht: Zurück im Sattel
Für Tina Krüger aus Feuerthalen wurde die Veloförderungsaktion zum starken Anker in einer der schwierigsten Zeiten ihres Lebens. Nach einem schweren Unfall im vergangenen Jahr und der Diagnose einer inkompletten Tetraplegie stand lange nicht fest, ob sie je wieder gehen – geschweige denn Velo fahren – würde. Doch für sie war früh klar: Sie will zurück aufs Velo und wieder an Bike to Work teilnehmen.
Dieses Ziel gab ihr während der langen Rehabilitation Kraft, Orientierung und Hoffnung. Schritt für Schritt kämpfte sie sich zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Rechtzeitig zum Start der Bike to Work sass sie schliesslich wieder im Sattel – heute fährt sie erneut täglich zur Arbeit und erreichte wieder 100 Prozent Teilnahme bei der diesjährigen Challenge. «Die Kampagne steht für mich heute mehr denn je für Motivation, Gemeinschaft und den Glauben daran, dass mehr möglich ist, als man je für denkbar hält», fasst Tina Krüger zusammen.
PRO VELO SCHWEIZ