Die diesjährige Grippewelle hat in der Schweiz früh und ungewöhnlich stark begonnen und wird unter anderem von einer neuen Virusvariante verursacht. Diese gehört zu einer Untergruppe des Influenza-A-Virus, die derzeit in vielen Teilen Europas dominiert und steigende Fallzahlen ...
Die diesjährige Grippewelle hat in der Schweiz früh und ungewöhnlich stark begonnen und wird unter anderem von einer neuen Virusvariante verursacht. Diese gehört zu einer Untergruppe des Influenza-A-Virus, die derzeit in vielen Teilen Europas dominiert und steigende Fallzahlen verursacht.
Trotz der Veränderungen beim Erreger zeigt sich: Die saisonale Grippeimpfung schützt weiterhin, insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen und Krankenhausaufenthalten. Das Vakzin ist an die typischerweise zirkulierenden Virusstämme angepasst und bietet auch gegen die neue Variante eine gute Schutzwirkung. Gesundheitsfachleute betonen, dass besonders ältere Menschen und chronisch Kranke von der Impfung profitieren. Der volle Impfschutz tritt nach etwa zwei Wochen ein.
Auch in der Region spüren Ärzte und Apotheken die steigenden Grippefälle: Monika Baumgartner, Apothekerin bei der Aadorf Apotheke Drogerie, berichtet: «Die Grippe ist im Anstieg. Gerade in den letzten Monaten haben wir einen deutlichen Zuwachs bei den Impfungen verzeichnet. Die aktuelle vierfache Grippeimpfung schützt gegen vier verschiedene Influenza Virusstämme. Seit Oktober wurden bei uns bereits rund 150 Impfungen durchgeführt.» In der Apotheke kann der Impfstoff mittlerweile nicht mehr nachbestellt werden. Baumgartner betont dennoch: «Es lohnt sich, sich impfen zu lassen.»
Auch Ursula Pazeller aus Elgg, die seit 15 Jahren regelmässig zur Impfung geht, unterstreicht die Bedeutung der Grippeimpfung: «Als Asthmatikerin kann ich mir eine starke Grippe nicht leisten. Nach der Impfung habe ich nichts gemerkt. Selbstverständlich lasse ich mich jedes Jahr impfen.»
Auch wenn die Grippeimpfung andere Erkältungsviren oder Covid-19 nicht verhindert, reduziert sie das Risiko von Komplikationen deutlich.
EMANUELA MANZARI