Die Asiatische Hornisse breitet sich in der Region aus und kann zum Problem werden. Wie in Elgg bereits letztes Jahr, gab es nun auch in Aadorf erste Sichtungen. Die Gemeinde will nun die Bevölkerung sensibilisieren.
In Aadorf gab es vor kurzem zwei Sichtungen der invasiven Art in ...
Die Asiatische Hornisse breitet sich in der Region aus und kann zum Problem werden. Wie in Elgg bereits letztes Jahr, gab es nun auch in Aadorf erste Sichtungen. Die Gemeinde will nun die Bevölkerung sensibilisieren.
In Aadorf gab es vor kurzem zwei Sichtungen der invasiven Art in Privatgärten, wie Gemeinderat Stefan Brunner auf Anfrage erklärt. Daher ruft die Gemeinde die Bevölkerung auf ihrer Website dazu auf, Sichtungen der Asiatischen Hornisse zu melden und an die entsprechende Stelle (siehe unten) weiterzuleiten.
Wer eine verdächtige Hornisse oder ein Nest sieht, soll diese fotografieren und den Standort angeben. Dabei soll man das Insekt aber nicht selbst bekämpfen und Abstand halten.
Ausbreitung eindämmen
Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, deren Ausbreitung frühzeitig zu erkennen und gezielt einzudämmen. «Umso mehr die Leute über das Thema Bescheid wissen, umso einfacher ist es für die zuständigen kantonalen Stellen, das Nest zu suchen und zu finden», so Brunner, der selbst Passivmitglied im Bienenzüchterverein Elgg und Umgebung ist und daher eine Affinität zum Thema hat. In Aadorf existiert kein eigener Bienenzüchterverein.
In Elgg war die invasive Art bereits im vergangenen Herbst erstmals aufgetaucht. Schliesslich konnte dank des grossen Engagements der Bienenzüchter und der Bevölkerung in Neuelgg ein Nest gefunden und von den zuständigen Fachleuten erfolgreich entfernt werden. An einem Vortrag Anfang März klärte die Imkerin Dominique Ruckstuhl vom Bienenzüchterverein zusammen mit dem örtlichen Naturschutzverein die Bevölkerung auch dieses Jahr wieder über die Gefahren auf.
Zuständig für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse im Kanton Thurgau ist das kantonale Amt für Umwelt.
BETTINA STICHER
Meldeplattform für die Bevölkerung: https://asiatischehornisse.ch
Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) kommt ursprünglich aus Südostasien und wurde in Frankreich, aber auch in anderen Ländern eingeschleppt. Sie breitet sich in den neuen Gebieten rasant aus und stellt eine Gefahr für die einheimische Biodiversität und für die Imkerei dar. Für den Menschen ist sie dann gefährlich, wenn beim Stich eine allergische Reaktion ausgelöst wird; ihr Gift hingegen ist nicht stärker als das der einheimischen Hornisse.
In Europa eingeschleppt wurde die mehrheitlich schwarze Unterart Vespa velutina nigrithorax. Sie ist ähnlich gross wie die einheimische Europäische Hornisse (Vespa crabro), unterscheidet sich von dieser jedoch in der Färbung. Die Europäische Hornisse wirkt eher bräunlich, und der Hinterleib ist stärker gelb gefärbt. Die Asiatische Hornisse hat hingegen deutlich gelb gefärbte Beinenden.