Seit etwa 20 Jahren erlebt die Welt die Entstehung neuer Blöcke und Ländergruppen, was zu einem Wiederaufflammen internationaler Spannungen, einer zunehmenden Rivalität zwischen Grossmächten, einer Zunahme bewaffneter Angriffe in verschiedenen Teilen der Welt und einer Tendenz ...
Seit etwa 20 Jahren erlebt die Welt die Entstehung neuer Blöcke und Ländergruppen, was zu einem Wiederaufflammen internationaler Spannungen, einer zunehmenden Rivalität zwischen Grossmächten, einer Zunahme bewaffneter Angriffe in verschiedenen Teilen der Welt und einer Tendenz zur Stärkung militärischer Bündnisse geführt hat. Dies hat verheerende Auswirkungen auf die internationale Zusammenarbeit und die individuelle Sicherheit der verschiedenen Nationen der Welt.
Gleichzeitig haben Bundesrat und Armeeführung unser Land immer näher an EU und Nato herangeführt. Heutzutage haben in Ignazio Cassis’ Aussendepartement und Martin Pfisters Verteidigungsdepartement Nato- und EU-Enthusiasten das Sagen. Deshalb wird dort eine «kooperative» Neutralität vertreten und die Neutralitätsinitiative aufs Erbittertste bekämpft.
Die Gefahr wächst, dass die Schweiz in Kriege hineingezogen wird und ihre Unabhängigkeit verliert. Dem will die «Initiative zur Wahrung der schweizerischen Neutralität» Einhalt gebieten, deshalb «Kein Krieg!» auf den Plakatwänden. Das Prinzip der schweizerischen Neutralität muss aber, nicht nur für unser Land, sondern auch zugunsten andere Staaten der Welt wieder seine volle Bedeutung erlangen können.
In der Schweizer Bevölkerung lebt ein starker Wunsch, die bewährte Neutralität beizubehalten. Sie gehört zur DNA der Schweiz. Ein Ja zur Neutralitätsinitiative bedeutet ein Ja zur Aufrechterhaltung der Schweiz als neutraler und souveräner Staat, der durch dieses Privileg geschützt und weiterhin auch ausserhalb Europas als glaubhafter Vermittler in Konflikten anerkannt ist. – Jede Stimme zählt.
JEAN-PAUL VUILLEUMIER, GUNTERSHAUSEN