Zukunftsorientierte Schulraumplanung im Fokus
16.05.2026 AadorfNach dem deutlichen Nein an der Urne zum Neubau-Projekt «Löhracker» schlagen die schulenaadorf einen neuen Weg ein. Gemeinsam mit der Bevölkerung soll eine tragbare und mehrheitsfähige Lösung für die zukünftige Schulraum-Entwicklung erarbeitet werden.
...Nach dem deutlichen Nein an der Urne zum Neubau-Projekt «Löhracker» schlagen die schulenaadorf einen neuen Weg ein. Gemeinsam mit der Bevölkerung soll eine tragbare und mehrheitsfähige Lösung für die zukünftige Schulraum-Entwicklung erarbeitet werden.
Im Zentrum stehen gute Bedingungen für einen zeitgemässen Unterricht sowie ausreichend Platz für Schule und Betreuung. Der Dialoganlass vom Mittwoch, 6. Mai, bot Interessierten die Möglichkeit, Anliegen, Erwartungen und Ideen einzubringen und den weiteren Prozess aktiv mitzugestalten. Rund 80 Personen liessen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und bekundeten ihr Interesse an einer gemeinsamen Lösungsfindung.
Das Nein zum bisherigen Neubau-Projekt an der Urne vom 28. September 2025 nehme man ernst und sei jetzt daran, die Gründe zu erforschen, betonte Schulpräsidentin Astrid Keller zu Beginn. Nun gehe es darum, den Blick nach vorne zu richten und die Planung auf dieser Grundlage weiterzuführen. In mehreren Schritten seien seit Anfang Jahr bereits zentrale Perspektiven aufgenommen worden. So am runden Tisch mit Vertretern aus Politik und Gewerbe wie auch im Austausch mit dem Gemeinderat sowie im Gespräch mit Mitarbeitenden der Schule.
Wachsende Schülerzahlen
«Bildung entsteht dort, wo es Platz, Strukturen und pädagogische Qualitäten gibt, die zusammenhalten», betonte die engagierte Schulpräsidentin. Der Schulalltag habe sich fundamental verändert. Das Lernen in der Klasse sei heute offener, kreativer und lebendiger geworden. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen fehle den schulenaadorf jetzt schon der Platz für einen zeitgemässen Unterricht. Alles sei eng beisammen, es finde sich kein zusätzliches Klassenzimmer für speziell Anfallendes. «Wir möchten energieeffiziente Lösungen schaffen, mit welchen wir die Entwicklung der Schule unterstützen sowie auch Raum für die schulergänzende Betreuung bekommen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, werden nun alle Varianten überprüft, denn wenn wir bauen, dann muss das verantwortungsvoll umgesetzt werden. Wir müssen tragfähig sein, sowohl im ökologischen wie auch im finanziellen und sozialen Sinn und gute Arbeitsbedingungen für unsere Lehrpersonen und alle Mitarbeiter schaffen. Transparenz, Verlässlichkeit und echte Beteiligung stehen dabei im Fokus», informierte Astrid Keller.
Im Mittelpunkt steht der Dialog
Im zweiten Teil des Partizipationsanlasses gaben die Experten Philipp Gemperle und Nadja Holenstein von der Kommunikationsagentur «Die Botschafter, St. Gallen», aufschlussreichen Einblick in eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Schulraumplanung sowie in zentrale Eckpunkte der weiteren Planung. «Was braucht es, damit so ein Projekt in Zukunft an der Urne Erfolg hat. Die Rahmenbedingungen müssen wir gemeinsam ausloten», meinte Gemperle, bevor es nach dem informativen Teil an fünf Themenposten zum Projekt, zu den Kosten, zum Raumangebot, zur SEB und zur Raumnutzung ausserhalb des Schulbetriebs zentrale Fragestellungen zu diskutieren und zu bewerten gab.
Die Meinungen an den themenbezogenen Stationen gingen teils weit auseinander – ein weiterer Spielplatz für die Öffentlichkeit wäre wünschenswert, die Schule sollte gegenüber Vereinen offener sein bis hin zur Pädagogik, die wohl etwas kosten dürfe, um hier nur einige von vielen zu nennen.
Transparenz, Kommunikation, Prioritäten, Weitsicht und Kostenreduktion lautete das Fazit am Ende der Veranstaltung. Die Rückmeldungen aus dem Publikum werden nun im Anschluss zusammengeführt und fliessen in die weiteren Arbeitsschritte der Schulbehörde mit ein. Das Ergebnis bilde dann die Rahmenbedingungen für die weitere Planung des künftigen Schulneubaus, fasste Astrid Keller nach rund anderthalb Stunden zusammen.
CHRISTINA AVANZINI


