Letzten Freitag fand bei strahlendem Wetter der Wümmet für den «Ettenhuser Sängerwy» statt. Viele Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf der dieses Jahr besonders guten Ernte. Ein Erlebnisbericht.
Um 10 Uhr hiess es am vergangenen ...
Letzten Freitag fand bei strahlendem Wetter der Wümmet für den «Ettenhuser Sängerwy» statt. Viele Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf der dieses Jahr besonders guten Ernte. Ein Erlebnisbericht.
Um 10 Uhr hiess es am vergangenen Freitag: «Schere zur Hand und ab in die Reben!» Die Trauben für den «Ettenhuser Sängerwy» 2026 wurden gelesen. Schon bald war klar: Einen derart heissen Wümmettag hatte es wohl noch selten gegeben.
Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen machten sich die zahlreichen Wümmerinnen und Wümmer ans Werk. Das ungewohnt warme Wetter sorgte dabei für einige erstaunte Gesichter. Niemand konnte sich daran erinnern, dass die Traubenlese für den «Ettenhuser Sängerwy» jemals bei solch sommerlichen Bedingungen stattgefunden hatte.
In den vergangenen Jahren war der Wümmet nicht selten von kühlen Temperaturen und feuchtem Wetter begleitet. Dieses Jahr war es allerdings nicht der Regen, der für Feuchtigkeit sorgte: Die fleissigen Helferinnen und Helfer kamen beim Schneiden ordentlich ins Schwitzen.
Trauben in ausgezeichnetem Zustand
Besonders erfreulich präsentierten sich die Trauben. Sie waren in einem ausgezeichneten Zustand, sodass auf das mühsame Ausschneiden fauler Trauben praktisch vollständig verzichtet werden konnte. Dadurch ging die Ernte zügig voran. Reihe um Reihe wurden die reifen Trauben geschnitten, Eimer um Eimer füllte sich.
Dank der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer war die Arbeit bald geschafft. Zwischendurch blieb auch Zeit für einen kurzen Schwatz – schliesslich gehört das gesellige Beisammensein genauso zum Wümmet wie Schere, Reben und Trauben.
Nach getaner Arbeit durften die Helferinnen und Helfer zufrieden auf einen erfolgreichen Wümmet zurückblicken. Die Trauben sind gelesen und nun auf dem Weg, sich im Keller zum «Ettenhuser Sängerwy» 2026 zu entwickeln.
Erfreulich grosse Menge, besonderer Jahrgang
Mit 790 kg konnte man in diesem Jahr eine erfreulich grosse Menge einbringen. Besonders stolz sind die «Winzer» auf die gemessenen 87 Grad Oechsle – der höchste Wert, der hier erreicht wurde. Ein aussergewöhnliches Ergebnis, das diesen Jahrgang schon jetzt zu etwas ganz Besonderem macht.
Nun heisst es warten, bis aus der diesjährigen Ernte im Keller ein guter Tropfen entsteht. Eines steht aber bereits fest: Der Jahrgang 2026 hat mit einem aussergewöhnlich schönen und heissen Wümmet begonnen – und die vielen fleissigen Hände haben ihren Teil dazu beigetragen und nicht zu vergessen, die Natur.
Gemütlicher Abschluss des Wümmet
Zum gemütlichen Abschluss traf man sich bei Kartoffelsalat und heissem Fleischkäse. Natürlich wurde dabei noch einmal ausgiebig über die Arbeit in den Reben gesprochen – schliesslich gibt es immer etwas zu diskutieren, wenn mehrere «Winzer» zusammenkommen. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, sich einmal abseits der gemeinsamen Arbeit von einer ganz anderen Seite kennenzulernen. Die Runde war bunt gemischt: Jüngere und Ältere, Sänger und Nichtsänger, Ettenhauser und Auswärtige.
HILDEGARD KISSLING