Wertvolle Unterstützung beim Rauchstopp
30.07.2026 GESUNDHEIT , RegionDie Integrierte Suchthilfe Winterthur bietet Hilfe an, mit dem Rauchen aufzuhören. Eine Gelegenheit dafür ist der «Rauchfreie Monat», eine Kampagne des Bundes, die im November zum fünften Mal stattfindet.
Zwei von drei Personen, die jemals eine Zigarette geraucht ...
Die Integrierte Suchthilfe Winterthur bietet Hilfe an, mit dem Rauchen aufzuhören. Eine Gelegenheit dafür ist der «Rauchfreie Monat», eine Kampagne des Bundes, die im November zum fünften Mal stattfindet.
Zwei von drei Personen, die jemals eine Zigarette geraucht haben, werden abhängig. Nikotin zählt zu den Substanzen, die sehr schnell süchtig machen. Wer aufhören will, braucht mehr als Willenskraft, sondern auch klare Strategien und Geduld. Warum ist es so schwierig, mit dem Rauchen aufzuhören?
Nikotin ist die Substanz im Tabak, die abhängig macht. Wenn in diesem Text von Zigaretten gesprochen wird, sind damit alle unterschiedlichen Tabakund Nikotinprodukte mitgemeint.
Kaffee, Pausen, Stress, Ärger, unterwegs oder nach dem Essen: Viele Alltagssituationen können zu sogenannten Triggern werden. Mit Trigger sind Reize gemeint, die unbewusst das Verlangen nach einer Zigarette auslösen. Das Gehirn lernt nämlich, bestimmte Situationen, Emotionen oder Sinnesreize mit dem Rauchen zu verknüpfen.
Schon kurze Zeit ohne Nikotin führt zu Unruhe und starkem Verlangen. Das sind Entzugssymptome, die bei erneutem Konsum wieder abklingen. So entsteht die Illusion, dass Rauchen entspannt. Die Zigarette bringt Betroffene jedoch lediglich zurück in den «Normalzustand», wobei die wahrgenommene Entspannung nur von kurzer Dauer ist.
Hartnäckige Gewohnheiten erschweren das Aufhören
Das Gehirn verknüpft Rauchen mit Belohnung und Wohlbefinden. Mit jeder Zigarette wird diese Verbindung zwischen Rauchen und Belohnung verstärkt. Zusätzlich entsteht ein enormer Drang, erneut zu konsumieren. Diese Vorgänge im Gehirn laufen weitgehend automatisch und unbewusst ab.
Für viele wird der Griff zur Zigarette zur Gewohnheit – zum Beispiel nach dem Essen oder in der Kaffeepause. So wird das Rauchen mit alltäglichen Abläufen verknüpft, was diese Gewohnheit so hartnäckig macht.
Beim Rauchstoppversuch muss darum nicht nur der Nikotinentzug bewältigt werden, sondern es müssen auch eingespielte Rituale durch neue Routinen ersetzt werden.
Selten gelingt ein Rauchstopp beim ersten Versuch. Es braucht Zeit, sein Verhalten langfristig zu ändern. Rückfälle sind gleichzeitig auch Chancen, aus denen gelernt werden kann und gehören zu jedem Lernprozess dazu.
Gemeinsam fällt der Ausstieg leichter
Die meisten Menschen brauchen mehrere Anläufe, um das Rauchen zu reduzieren oder ganz damit aufzuhören. Manchmal reichen wenige Gespräche, manchmal ist aber auch eine längere Begleitung nötig. Man muss den Rauchstopp nicht allein angehen. Denn die Erfahrung zeigt: Gemeinsam fällt der Ausstieg leichter. Eine gute Gelegenheit dafür bietet der «Rauchfreie Monat». Der «Rauchfreie Monat» ist eine Kampagne des Bundes und findet diesen November bereits zum fünften Mal statt. Jedes Jahr starten Tausende motivierte Menschen in der ganzen Schweiz den Versuch eines nikotinfreien Lebens.
Die Teilnehmenden werden während 40 Tagen begleitet, und erhalten praktische Unterstützung für den Alltag. Dazu gehören ein Tagebuch, hilfreiche Informationen von Fachpersonen sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen. Bei Bedarf kann zudem eine persönliche Beratung durch Rauchstopp-Expertinnen und -Experten in Anspruch genommen werden.
Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an alle Erwachsenen, die auf Zigaretten, E-Zigaretten, Snus oder dergleichen verzichten möchten.
Die Integrierte Suchthilfe Winterthur bietet Information, Beratung oder Behandlung.
PRÄVENTION UND FRÜHINTER-VENTION WINTERTHUR
Anmeldung via QR-Code oder über die Website www.rauchfreiermonat.ch

