Wechsel in der Betriebsleitung des Wärmeverbundes
31.01.2026 ElggAm vergangenen Freitag, fand im Rahmen eines kleinen Mitarbeiteranlasses die Übergabe der Betriebsleitung des Wärmeverbundes Elgg statt. Nach 16 Jahren engagierter Arbeit übergibt Chrigel Schaerer die Verantwortung an Martin Fuchs von der Firma Energiefux Energie & ...
Am vergangenen Freitag, fand im Rahmen eines kleinen Mitarbeiteranlasses die Übergabe der Betriebsleitung des Wärmeverbundes Elgg statt. Nach 16 Jahren engagierter Arbeit übergibt Chrigel Schaerer die Verantwortung an Martin Fuchs von der Firma Energiefux Energie & Haustechnik.
Die Übergabe der Betriebsleitung, die Chrigel Schaerer seit dem 1. Januar 2010 innehatte, wurde im Laufe des Jahres 2025 kontinuierlich an Martin Fuchs übergeben. Die symbolische Schlüsselübergabe in der Heizzentrale um 17.30 Uhr markierte nun den offiziellen Abschluss dieses Prozesses. Anwesend waren neben dem bisherigen und dem neuen Betriebsleiter auch Gemeinderat Hansruedi Miethlich, Vorsteher des Ressorts Werke und Tiefbau, sowie Heizwart Ivo Schwager. Ebenfalls eingeladen waren die zwei weiteren Mitarbeiter des Pikettdienstes, die mit ihrem engagierten Einsatz den reibungslosen und zuverlässigen Betrieb des Wärmeverbundes rund um die Uhr gewährleisten.
Würdigung einer bemerkenswerten Leistung
Gemeinderat Hansruedi Miethlich eröffnete den Anlass mit herzlichen Dankesworten an Chrigel Schaerer: «Nach 16 Jahren seiner Arbeit hat sich die ganze Geschichte recht gewandelt. Die Anlage hat sich immer mehr entwickelt und ist immer grösser geworden – er hat sie übernommen und weiterentwickelt.» Miethlich hob hervor, dass Schaerer gerade am Anfang mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, diese aber sehr gut gemeistert habe. «Auch die Akzeptanz der Bevölkerung in Elgg war dank seiner Arbeit da», betonte der Gemeinderat.
Besonders würdigte Miethlich Chrigel Schaerers Fachwissen im Holzbereich, das entscheidend dazu beitrug, dass die Brennstoffversorgung selbst bei schwierigen Strassenverhältnissen im Winter stets funktionierte. «Mit Martin Fuchs und der Firma Energiefux haben wir einen guten Nachfolger gefunden. Da er bereits mit Chrigel Schaerer zusammengearbeitet hat, sind wir auf dem besten Weg», so der Gemeinderat weiter.
Schaerer selbst bedankte sich bei Gemeinderat Hansruedi Miethlich sowie dessen Vorgängerin Barbara Fehr für ihre wichtige Unterstützung und das Vertrauen. Auch die Zusammenarbeit mit der Kommission Technische Betriebe (KTB) sei stets sehr gut gewesen. «Ich habe diese Arbeit mit Herzblut und Freude geleistet», erklärte Chrigel. «Ich finde es gut, dass Martin Fuchs das Ganze übernimmt, da er in der Kommission selber dabei war und mich während der ganzen Zeit technisch unterstützt hat.» Er zeigte sich zuversichtlich: «Ich hoffe, er wird auch die Freude und Begeisterung haben, die ich hatte.»
Beeindruckende Entwicklung der Anlage
Als Chrigel Schaerer seine Tätigkeit aufnahm, war die Heizzentrale noch im Keller des Pflegezentrums Eulachtal. Inzwischen verfügt die Anlage über zwei Holzheizkessel – einen grösseren mit 1600 Kilowatt und einen kleineren mit 700 Kilowatt Leistung. Zusammen mit der Wärmerückgewinnung, die weitere 350 Kilowatt liefert, stehen insgesamt 2650 Kilowatt Holzenergieleistung für die Wärmebezüger zur Verfügung. Dazu kommt noch ein 1200 Kilowatt Oelkessel der bei Störungen oder zur Spitzenlastbereitstellung in Betrieb ist. Das Holz stammt direkt aus dem Forst Elgg, der vom Förster und Betriebsleiter verantwortet wird – eine Aufgabe, auf die er sich nun vermehrt konzentrieren kann.
Rekordergebnisse im Jahr 2025
Heizwart Ivo Schwager, der für die Kessel zuständig ist, präsentierte beeindruckende Zahlen: «Unser Ziel – damals mit Chrigel und jetzt mit Martin Fuchs – ist, dass die Anlage optimal läuft mit so wenig Störungen wie möglich, damit die Kosten tief gehalten werden können und die Effizienz des Betriebs gewährleistet wird.»
Die Bilanz für 2025 kann sich sehen lassen: Es gab nur sieben Pikettdiensteinsätze ausserhalb der normalen Arbeitszeiten, was für die hohe Zuverlässigkeit der Anlage spricht. Mit 8312 Megawattstunden wurde der zweithöchste Wert an Energiegewinnung erreicht, der jemals ins Netz eingespeist wurde. Besonders erfreulich: Pro Kubikmeter Holz wurden rund 964 Kilowattstunden gewonnen – ein Rekordwert. Die Wärmerückgewinnung (WRG) trug zusätzlich 975 Megawattstunden bei, was 11,8 Prozent der Gesamtenergie entspricht.
Der Ölverbrauch aus dem Reservekessel lag mit 1,2 Prozent auf dem tiefsten Wert. «Das sind alles Sachen, die wir auch Chrigel Schaerer zu verdanken haben. Wenn er etwas macht, dann nur mit Herzblut», würdigte Schwager seinen langjährigen Kollegen. Er bedankte sich für die tollen 13 Jahre der Zusammenarbeit im Wärmeverbund und freut sich auf die Fortsetzung mit Martin Fuchs als kompetentem Nachfolger.
Neue Impulse und Zukunftspläne
Martin Fuchs, der die Firma Energiefux leitet und seit 2004 bei der Planung und Weiterentwicklung des Wärmeverbundes dabei ist, zeigte sich dankbar: «Was ich in den letzten Jahren mit Chrigel und Ivo erlebt habe, war sehr gut. Ivo denkt immer bei technischen Lösungen mit.» Er bedankte sich ausdrücklich beim Team des Pikettdienstes: «Ohne sie könnten wir die Dienstleistung nicht 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr aufrechterhalten.»
Für die Zukunft hat Fuchs konkrete Pläne: Die Rücklauftemperatur des gesamten Netzes soll weiter optimiert werden,. Dadurch kann die Wärmerückgewinnung noch effizienter genutzt werden. Weitere Optimierungen der Steuerung sollen mehr Kontinuität, höhere Sicherheit und weniger Aufwand bei höherem Ertrag bringen.
Erfolgreiche Expansion
Im vergangenen Jahr wurden bedeutende Fortschritte bei der Erweiterung des Wärmeverbundes erzielt: Die gesamte Oberhofstrasse wurde angeschlossen, sieben neue Häuser kamen hinzu, die alte Kanzlei wurde angeschlossen, und diverse Ölheizungen wurden ersetzt. Die geplante Dreifachturnhalle wird ebenfalls an den Wärmeverbund angeschlossen, wobei Fuchs im Planungsteam mitwirkt.
«Die Nachfrage ist momentan sehr hoch, und wir sind sehr dankbar dafür», freut sich Fuchs. Für das kommende Jahr sind bereits weitere Anschlüsse im Dorf geplant, auch in neuen Einzugsgebieten.
Kontinuität gewährleistet
Eine wichtige Nachricht für die Bevölkerung: Schaerer bleibt dem Wärmeverbund erhalten und wird weiterhin für den Holznachschub und die Logistik zuständig sein. Als Förster und Betriebsleiter des Forsts Elgg sorgt er dafür, dass aus dem von ihm betreuten Wald das Optimum herausgeholt wird – CO2-neutral, nachhaltig und sicher.
Ivo Schwager hatte zum Schluss noch eine wichtige Botschaft: «Die Elgger Bevölkerung hatte im Grunde nie kalt. Auch bei Störungen haben wir immer dafür gesorgt, dass niemand etwas gemerkt hat.» Diese Zuverlässigkeit soll auch unter der neuen Leitung fortgeführt werden – zum Wohl der gesamten Gemeinde Elgg und ihrer nachhaltigen Energiezukunft.
Der Wärmeverbund Elgg ist ein wichtiger Bestandteil der lokalen Energieversorgung und trägt massgeblich zur CO2-Reduktion bei. Mit der erfolgreichen Übergabe von Chrigel Schaerer an Martin Fuchs sind die Weichen für eine nachhaltige Zukunft gestellt.
EMANUELA MANZARI



