Acht Mädchen und Buben schlüpfen im Rahmen des Elgger Ferienplausches in die Rolle des Radiomoderators und produzieren ihre eigene Radiosendung.
Vor 5000 Personen, etwa so viele wie in der Gemeinde Elgg wohnen, aufzutreten, da wird es jedem und jeder mulmig. Doch die acht ...
Acht Mädchen und Buben schlüpfen im Rahmen des Elgger Ferienplausches in die Rolle des Radiomoderators und produzieren ihre eigene Radiosendung.
Vor 5000 Personen, etwa so viele wie in der Gemeinde Elgg wohnen, aufzutreten, da wird es jedem und jeder mulmig. Doch die acht Teilnehmenden, welche sich für den Radioworkshop des Ferienplausches Elgg angemeldet haben, treten mutig ans Mikrofon und präsentieren ihre vorbereiteten Übergänge. Zum Glück kann man den Radiohörenden nicht in die Augen schauen, so spricht es sich etwas leichter. Speziell dabei ist, dass sich das Radiostudio in einem umgebauten Lieferwagen befindet.
Das mobile Radiostudio gehört dem Jugendradio «Radio Summernight». Dieses betreibt seit zehn Jahren einen eignen Radiosender und wird von freiwilligen Jungendlichen zwischen 12 und 30 Jahren produziert. Der Organisator Gian-Luca Biechler erklärt: «Unseren Workshop bieten wir in zwölf Kantonen an und erreichen so jedes Jahr rund 1100 Jugendliche». Die Teilnehmenden können erste Erfahrungen als Radioproduzenten machen.
«Gletscher» und «Schwümbi Elgg»
Doch bis es zur eigenen Sendung kommt, musste viel recherchiert, gelesen, geschrieben und überarbeitet werden. In die Sendung schafften es dann die Themen «Gletscher» und «Schwümbi Elgg». Anhand der momentanen anhaltenden Hitzewelle sind die beiden Themen nicht so weit hergeholt – Hauptsache Abkühlung.
Auch die Auswahl der Musik lag ganz in den Händen der Moderatoren und so war der Stilwechsel bei acht verschiedenen Moderatoren und Moderatorinnen garantiert. Zum Ende wurden noch die aktuellen Elgger News vorgetragen: Die Schlagzeilen machten dabei der Neubau der Dreifachturnhalle und der Umzug des Club 81.
Nach einer vollen Stunde auf Sendung wurde wieder den Profis übergeben und alle konnten Stolz auf ihre Beiträge sein. Wer kann von sich behaupten schon einmal ein Publikum von 5000 Personen gehabt zu haben? Den acht Jungmoderatoren hat es auf jeden Fall gefallen und vielleicht hört man die eine oder andere Stimme dann auch mal im SRF.
ANDREJ BLASER