Vergangenen Samstag wurde der Platz vor dem Restaurant Obertor zur Festmeile. Viel Musik und «Preise wie früher» luden zum Verweilen ein.
Seit nun 50 Jahren betreibt die Familie Oettli das Restaurant Obertor im Städtchen Elgg. Grund genug, dieses Jubiläum mit den ...
Vergangenen Samstag wurde der Platz vor dem Restaurant Obertor zur Festmeile. Viel Musik und «Preise wie früher» luden zum Verweilen ein.
Seit nun 50 Jahren betreibt die Familie Oettli das Restaurant Obertor im Städtchen Elgg. Grund genug, dieses Jubiläum mit den Gästen ausgiebig zu feiern. Die Hintergasse wurde eigens für diesen Anlass gesperrt, sodass für alle genügend Platz vorhanden war.
Eröffnet wurde die Feier von den «Sexdepps», welche ihre Acapella-Künste zum Besten gaben. Über den Mittag spielte Geri Knobel, welcher schon jahrelang jeweils am Aschermittwoch seine Lieder zum Besten gibt. Auch die Musig Elgg überbrachte ihre musikalischen Glückwünsche und spielte ein kleines Konzert aus ihrem Repertoire. Am Nachmittag haute das Duo «Heublüemli» die Gäste von den Bänken, bis die Bolognese über den ganzen Platz reichte. Zum Abschluss des festlichen Tages präsentierte das Duo Dick und Doof ihr Können auf der Trompete. Das obligatorische Geburtstagslied durfte natürlich auch nicht fehlen.
Haben Sie richtig gerechnet?
Zu einer authentische Gaststube gehört auch eine Auswahl an Speisen und Getränken. Um den Ansturm der Feiernden zu bewältigen, stand der Turnverein Elgg helfend zur Seite. Dank seiner Erfahrung in der Festwirtschaft, unter anderem bei zahlreichen Gym-Cups und Turnunterhaltungen, war für die Verpflegung bestens gesorgt. Die selbstgemachte Auswahl des «Obertors» reichte von Würsten, Vegiburgern und Pommes über ein Salatbuffet und «Ghackets und Hörnli» bis hin zu verschiedenen Blechkuchen. Als Spitzenreiter stellten sich die Vanillecornets von Moni Oettli heraus, die schon kurz nach dem Mittag vergriffen waren. So musste manch ein Gast auf andere Leckereien vertröstet werden.
Die Gäste waren sich wiederholt irritiert und trauten ihren Ohren nicht, als sie die Preise erfuhren. «Haben Sie richtig gerechnet? Das kann nicht sein», ertönte es immer wieder am Buffet. Die Gastgeber entschieden sich auch, ihren Gästen etwas zurückzugeben und setzten die Preise auf anno 1976 an. Besonders gefordert waren dabei die Turner an der Kasse, die die zahlreichen Preise korrekt zusammenrechnen mussten.
Für die Familie Oettli war der Tag einfach perfekt. Bei bestem Wetter konnte bis in die späten Abendstunden draussen gefeiert werden und auf das «Obertor» angestossen werden. Erfreulicherweise zeigten sich viele Lieferanten und Gäste bei der Feier und bedankten sich bei der Wirtefamilie.
ANDREJ BLASER