Vereinsreise an das 59. Eidgenössische Schützenfest
14.07.2026 DickbuchAm 26. Juni 2026 ist es endlich so weit und 21 Schützinnen und Schützen des Schiessvereins Dickbuch machen sich auf den Weg nach Chur. Ein Teil der Mitglieder hat bereits am Eröffnungsschiessen teilgenommen und am Montag vor der Reise die Meisterschaft geschossen. Das ...
Am 26. Juni 2026 ist es endlich so weit und 21 Schützinnen und Schützen des Schiessvereins Dickbuch machen sich auf den Weg nach Chur. Ein Teil der Mitglieder hat bereits am Eröffnungsschiessen teilgenommen und am Montag vor der Reise die Meisterschaft geschossen. Das Eidgenössische Schützenfest 2026 in Chur ist einer der grössten Schweizer Sportanlässe des Jahres und bringt rund 36’000 Schützinnen und Schützen zusammen.
Kurz vor dem Mittag erfolgt zuerst die Waffenkontrolle auf dem Rossboden in der Nähe des Festgeländes in Chur. Anschliessend fahren wir nach Peist, wo sich der Schiessplatz Maduz befindet, welcher uns die folgenden beiden Tage beheimatet. Das Fest findet dezentral in rund 20 Schiessanlagen im Kanton Graubünden statt. Peist liegt auf 1350 Metern zwischen Chur und Arosa. Bei der Sommerhitze ist es äusserst angenehm, dass die Temperaturen aufgrund der Höhenlage rund 5 Grad kühler sind als in Chur selbst. Das Schützenhaus befindet sich thronend über Peist an wunderschöner Lage. Vom Parkplatz gilt es, die letzten Meter schwer bepackt mit allem Material zu Fuss den Hügel hinauf zu bewältigen.
Eine echte Herausforderung
Dort werden wir äusserst liebenswürdig vom Schiessverein Peist empfangen. Die Gastgeber bewirten uns mit viel Herz, sodass wir uns innert kürzester Zeit heimisch fühlen. Die anwesenden Vereine wurden sogar mit einer selbst gemachten Tischdekoration begrüsst. Ausser uns sind auch noch die Feldschützen Löhningen SH, Rossberg SZ und die Société de tir Villaz-St. Pierre FR angereist. Der Schiessstand mit seinen vier Scheiben ist sehr heimelig, aber dennoch modern eingerichtet, sodass wir beste Bedingungen vorfinden. In der Schützenstube sowie im Festzelt sind Bildschirme präsent. So bleiben diejenigen, die gerade nicht schiessen immer auf dem Laufenden, welche Resultate die Vereinskolleginnen und -kollegen gerade liefern.
Um 13.30 Uhr geht es nach einem feinen Mittagessen los und alle geben ihr Bestes, um das Zentrum der Scheiben so präzise wie möglich zu treffen. Die Scheiben sind recht grell von der Sonne beleuchtet, was den einen behagt und den anderen eher Mühe bereitet. Die Wärme gilt es auszuhalten – was in voller Montur mit langärmligem Shirt, langen Hosen und steifer Lederschiessjacke eine echte Herausforderung ist. Wenn man jedoch von einer heissen Hülse getroffen wird, ist man froh um den Schutz und das Material, welches zudem hilft, eine möglichst stabile Stellung zu finden. Und so wird geschossen und dazwischen immer wieder viel Wasser getrunken, ausgeruht und fachgesimpelt.
Am späteren Nachmittag verlassen wir den liebgewonnenen Platz und fahren nach Arosa, wo wir unsere sehr schöne Unterkunft beziehen. Mit grossem Hunger dürfen wir alle an einem langen Tisch Platz nehmen und uns kulinarisch verwöhnen lassen. Einige lassen den Abend dann noch in der Bar ausklingen, wo beste Stimmung herrscht und ein lustiger Austausch mit Unihockey-Jungs aus dem Entlebuch entsteht.
Früh am nächsten Tag geht es nach einem feinen Frühstück wieder auf nach Peist, wo alle ihre Stiche fertig schiessen und sich erneut auf die Jagd nach Kränzen, Bargeld und Naturalien machen. Die Stimmung ist gut: Man freut sich über die guten Resultate, ärgert sich über schlechte Schüsse, spekuliert über Fehler und überlegt sich Taktiken für das nächste Schiessen.
Nach einem wiederum guten Mittagessen geht es zurück nach Chur, wo auf dem Festgelände abgerechnet wird. Die gewonnenen Preise werden in Empfang genommen und die Kränze stolz an die Brust geheftet. Der Schiessverein Dickbuch hat ein Sektionsresultat von 90.760 Punkten in der 2. Kategorie erreicht. Nach einem kurzen Umtrunk geht es schliesslich zurück nach Dickbuch, wo wir den Besuch in der Linde am runden Tisch wunderbar ausklingen lassen. Es war schön, dabei zu sein und zusammen etwas zu erleben. So freuen wir uns bereits auf das Jahr 2030 und das nächste Eidgenössische Schützenfest.
CLAUDIA WERDMÜLLER

