Am letzten Sonntag durfte sich der Verein Solidar Elggweltweit im Heimatmuseum Elgg vorstellen. Er wurde 2004 gegründet und trägt in Elgg und Umgebung zur Sensibilisierung für Entwicklungspolitische Themen bei.
Das Heimatmuseum bot den perfekten Rahmen für den ...
Am letzten Sonntag durfte sich der Verein Solidar Elggweltweit im Heimatmuseum Elgg vorstellen. Er wurde 2004 gegründet und trägt in Elgg und Umgebung zur Sensibilisierung für Entwicklungspolitische Themen bei.
Das Heimatmuseum bot den perfekten Rahmen für den gemeinnützigen Verein, der nachhaltige Entwicklungsprojekte ausserhalb der Schweiz sucht und der politischen Gemeinde vorschlägt. Denn, wer sich in seiner eigenen Identität und Heimat geborgen fühlt «kann den Blick über den Tellerrand werfen», wie es Renata Katterbach, Präsidentin des Vereins Heimatmuseum Elgg, am vergangenen Sonntag auf den Punkt brachte.
Felix Schröter blickte auf die Vorgeschichte des Vereins zurück: Im Dezember 1989 führte Elgg auf Anregung von Markus Eigenmann an einer denkwürdigen Gemeindeversammlung ein Steuerprozent für Entwicklungsprojekte ein.
Bis 2004 wurden die Projekte von einer Arbeitsgruppe gesucht und der Gemeinde vorgeschlagen. Das Projekt für die Wasserversorgung von Mafi Kumase in Ghana wurde mehrmals von der Gemeinde unterstützt und es entstand eine Gemeindepartnerschaft, die 2019 ihr 30-jähriges Jubiläum in Elgg feierte.
Gründung des Vereins 2004
2004 wurde ein Verein gegründet, um mehr Struktur in die Arbeit zu bringen. Felix Schröter und Claudia Ruedin übernahmen das Präsidium, während Susie Scherrer, Bernhard Egg und Martin Wegelin den Vorstand vervollständigten. Neben der Projektsuche wurden diverse Sammelaktionen auf die Beine gestellt: Unter dem Motto «Kinder helfen Kindern» wurden ein Sponsorenlauf und mehrmals Stände am Markt organisiert und Leckereien verkauft.
Aktivitäten des Vereins
Regula von Wartburg erläuterte das Vorgehen bei der Projektauswahl und stellte die verschiedenen Aktivitäten des Vereins vor. Dazu gehören die Mithilfe bei der Durchführung des Suppentags der reformierten und katholischen Kirche sowie gelegentlich die Organisation der Elgger Kaffeestube an einem Samstagmarkt, um Spenden zu sammeln. 2022 lancierte der Verein zudem eine Petition an die politische Gemeinde für Winterhilfe in der Ukraine. Der Verein trägt in Elgg und Umgebung zur Sensibilisierung für Entwicklungspolitischen Themen bei.
Zum Abschluss stellte Sybille Schneeberger den Verein Suizos PRO Indios vor, der mehrmals von der Gemeinde Elgg unterstützt wurde: Seit seiner Gründung im Jahr 2011 finanziert der Verein Projekte in Guatemala, unter anderen eine Tagesstätte für Strassenkinder, ein Nähatelier, Mittagslunchpakete, finanzielle Unterstützung für Schülerinnen und Schüler und Studentinnen und Studenten sowie ein Dispensario (Ambulatorium) für Migranten.
Anschliessend konnten die interessierten Personen bei einem gemütlichen Apero ihre Fragen stellen und sich austauschen.
Der Verein Solidar Elgg-weltweit bedankt sich beim Verein Heimatmuseum herzlich für die Gastfreundschaft. Es war eine schöne Gelegenheit, die Arbeit des Vereins einem interessierten Publikum näherzubringen.
ISABELLE BARTH
VORSTANDSMITGLIED VEREIN SOLIDAR ELGG-WELTWEIT