Wie altersfreundlich ist die Gemeinde Aadorf? Dieser Frage geht die Gemeinde zurzeit mit einer Umfrage nach. Ziel ist es, die Lebensqualität älterer Menschen zu analysieren und daraus konkrete Massnahmen für die zukünftige Altersstrategie abzuleiten.
Die Umfrage wird ...
Wie altersfreundlich ist die Gemeinde Aadorf? Dieser Frage geht die Gemeinde zurzeit mit einer Umfrage nach. Ziel ist es, die Lebensqualität älterer Menschen zu analysieren und daraus konkrete Massnahmen für die zukünftige Altersstrategie abzuleiten.
Die Umfrage wird von der Kommission Gesellschaft und Gesundheit durchgeführt und richtet sich an Einwohnerinnen und Einwohner, ihre Einschätzung zur Situation älterer Menschen in der Gemeinde einzubringen. Bewertet werden in acht Themenkreisen verschiedene Lebensbereiche, die für ein selbstständiges und aktives Leben im Alter wichtig sind.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem öffentlichen Raum und der Infrastruktur. Dabei wird erhoben, wie öffentliche Plätze gestaltet, ob ausreichend Grünflächen und Sitzgelegenheiten vorhanden sind und wie es um die Hindernisfreiheit im Gemeindegebiet steht. Auch Sicherheitsaspekte wie Beleuchtung und Orientierungshilfen spielen eine Rolle.
Mobilität, Verkehrssicherheit, Wohnen und Kultur
Ein weiteres Thema betrifft die Mobilität und Verkehrssicherheit. Die Gemeinde möchte wissen, ob wichtige Orte mit öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln gut erreichbar sind, ob hindernisfreie Fahrzeuge zur Verfügung stehen und ob Fussgängerinnen und Fussgänger sich sicher im Verkehr bewegen können.
Ebenso im Fokus steht die Wohnsituation. Die Umfrage thematisiert, ob genügend bezahlbare und bedarfsgerechte Wohnformen vorhanden sind, ob Beratungsangebote bestehen und wie gut Unterstützungsleistungen wie Fahrdienste, Hauslieferungen oder Pflegeplätze ausgebaut sind.
Darüber hinaus werden auch soziale Aspekte beleuchtet. So fragt die Gemeinde nach kulturellen, sportlichen und generationenübergreifenden Angeboten sowie danach, wie Einsamkeit vorgebeugt werden kann. Auch Respekt, gesellschaftliche Integration und die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensformen, Kulturen und Religionen werden thematisiert.
Von Freiwilligenarbeit bis Gesundheitsförderung
Weitere Themenfelder sind Freiwilligenarbeit, Informationsangebote und Gesundheitsförderung. Dabei geht es unter anderem um flexible Möglichkeiten für freiwilliges Engagement, verständliche Informationen der Gemeinde, eine benutzerfreundliche Website sowie Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung. Auch ambulante Dienstleistungen und Hilfsmittel für Notfälle werden in der Befragung berücksichtigt.
Neben den acht Themenreisen wird auch die eigene Arbeit der Gemeinde kritisch hinterfragt. So wird zum Beispiel eruiert, wie bekannt und wirksam das bestehende Alterskonzept ist und inwiefern ältere Menschen in die Entwicklung und Umsetzung der Alterspolitik einbezogen werden.
Die Teilnahme an der anonymen Umfrage dauert rund 15 bis 20 Minuten.
Interessierte können den Fragebogen online oder in Papierform ausfüllen. Zusätzlich findet am Donnerstag, 23. April, von 14 bis 16 Uhr im Gemeinde- und Kulturzentrum Aadorf ein Mitwirkungsanlass mit Kaffee und Kuchen statt, bei dem die Umfrage ebenfalls ausgefüllt werden kann. Der ausgefüllte Fragebogen muss bis 17. Mai eingereicht werden.
Die Gemeinde sieht die Befragung als wichtigen Schritt, um auch künftig eine generationengerechte und lebenswerte Gemeinde zu bleiben. Die Rückmeldungen sollen direkt in die Ausarbeitung der neuen Altersstrategie einfliessen.
(BETTINA STICHER/PD)