Trinkwasser für den Torweiher?
25.07.2026 Leserbriefe.Dem Artikel vom 21. Juli 2026 in der «Elgger/Aadorfer Zeitung» «Jeder Liter Wasser zählt» und den Alltagstipps von Emanuela Manzari zum Wasser sparen, kann ich als ehemaliger Brunnenmeister voll zustimmen.
Aber was plant das Ressort Forst, Freizeit und Natur der ...
Dem Artikel vom 21. Juli 2026 in der «Elgger/Aadorfer Zeitung» «Jeder Liter Wasser zählt» und den Alltagstipps von Emanuela Manzari zum Wasser sparen, kann ich als ehemaliger Brunnenmeister voll zustimmen.
Aber was plant das Ressort Forst, Freizeit und Natur der Gemeinde Elgg? Es will künftig in Trockenperioden den Torweiher mit Trinkwasser speisen! Wie komme ich auf so eine provokative Aussage?
Am Dorfpalaver über den Torweiher vom 30. Juni informierte Urban Fenner von der Fröhlich Wasserbau AG über die «Aufwertung des Torweihers» unter anderem über die künftige Wasserzufuhr des Weihers. Zurzeit fliesst das Wasser primär von der Verzweigung Schwimmbad-Ettenhauserstrasse zum Torweiher. Auch jetzt, in der trockenen Jahreszeit speist ein kleines Rinnsal den Weiher. Eine vernünftige Lösung, die aber vom AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) bei einer gröberen Veränderung des Weihers nicht mehr goutiert wird, da eine uralte Verfügung besteht, dass das Wasser direkt durch die Röhre in den Tüllbach fliessen muss (Restwassermenge). Nur wenn genügend Bachwasser vorhanden ist, darf es dem Torweiher zugeführt werden. Das bedeutet, dass in den Sommermonaten dem Weiher anderweitig Frischwasser zugeführt werden muss. Auf die Frage an Urban Fenner von wo, antwortete er: «Nach zahlreichen Abklärungen komme nur die Speisung ab Hydranten in Frage».
Bravo!! Exakt am gleichen Tag, am 30. Juni 2026 wurde in der «Elgger/ Aadorfer Zeitung» unter «Mitteilungen aus dem Gemeinderat» zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen, aber man will künftig den Torweiher während den Sommermonaten mit Trinkwasser speisen! Meinen Kommentar dazu erspare ich mir, da er von der Redaktion der «Elgger/Aadorfer Zeitung sowieso gestrichen würde.»
Was ist zu tun? Erstmals stillhalten, und kleinere Schritte planen, ohne dass das AWEL eingeschaltet werden muss. Für eine Neugestaltung der Umgebung oder den Rückbau der wahrscheinlich nie bewilligten Voliere braucht es kein AWEL, nur couragierte lokale Behörden. So kann weiterhin der Weiher mit Bachwasser gespiesen werden.
Und wie wäre es mit solarbetriebenen Wasserspielen, die mithelfen würden, den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. Das Unkraut (Binsen), das den Weiher verlanden lässt, sollte zwingend entfernt werden.
ALBERT MERZ, ELGG
