Wer im Kanton Zürich die obligatorischen Hundekurse anbieten will, muss künftig eine theoretische und eine praktische Prüfung bestehen. Damit stellt das Veterinäramt sicher, dass die Qualität in den Hundekursen steigt und damit ein tierschutzgerechter und gewaltfreier ...
Wer im Kanton Zürich die obligatorischen Hundekurse anbieten will, muss künftig eine theoretische und eine praktische Prüfung bestehen. Damit stellt das Veterinäramt sicher, dass die Qualität in den Hundekursen steigt und damit ein tierschutzgerechter und gewaltfreier Umgang mit Hunden vermittelt wird.
Mit der Revision der Hundegesetzgebung per 1. Juni 2025 wurde eine einheitliche Ausbildungspflicht für alle Hundehaltenden eingeführt. Zum einen müssen seither alle Hunde, unabhängig von ihrer Grösse, einen Hundekurs besuchen. Zum anderen soll die Ausbildungsqualität in den Hundekursen nachhaltig erhöht werden. Damit dies gelingt, müssen die Hundeausbildenden in den neuen Prüfungen zeigen, dass sie die vom Veterinäramt vorgegebenen Lernziele in der Praxis umsetzen können. «Durch eine qualitativ hochstehende Hundeausbildung fördern wir den sicheren, verantwortungsvollen und tierschutzgerechten Umgang mit Hunden. Das ist die beste Hundebissprävention», sagt Kantonstierarzt Lukas Perler.
Kooperation mit dem Messerli-Forschungsinstitut
Bei der Konzeption der Prüfungen arbeitet das Veterinäramt mit dem Messerli-Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien zusammen. Das Forschungsinstitut ist international bekannt für Prüfungen von «Tierschutzqualifizierten Hundetrainern» und bringt seine Erfahrung in die Zürcher Hundegesetzgebung ein. Das Forschungsinstitut arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis: Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die Mensch-Tier-Beziehung fliessen in die Ausbildung der Hundeausbildenden ein. «Wissen ist der beste Schutz für Hunde und Menschen, daher freuen wir uns über die Kooperation», sagt Karl Weissenbacher vom Messerli-Forschungsinstitut.
Start der Prüfungen im Frühling 2026
Ab Frühling 2026 steht die theoretische Onlineprüfung zur Verfügung, die praktische folgt kurz danach. Das Bestehen beider Teile ist künftig Voraussetzung für eine Bewilligung des Veterinäramts.
(PD)