Stimmgewaltiges Abschlusskonzert des Montagblues
28.03.2026 AadorfDie publikumsnahe Künstlerin Manu Hartmann sowie ihre fünf Vollblutmusiker fesselten die Zuhörerschaft den ganzen Abend mit einer starken Bühnenpräsenz und sorgten mit einem mitreissenden Auftritt für den krönenden Abschluss der 14. Montagblues-Konzertreihe in ...
Die publikumsnahe Künstlerin Manu Hartmann sowie ihre fünf Vollblutmusiker fesselten die Zuhörerschaft den ganzen Abend mit einer starken Bühnenpräsenz und sorgten mit einem mitreissenden Auftritt für den krönenden Abschluss der 14. Montagblues-Konzertreihe in Aadorf.
Imelda Rupper vom Montagblues Team begrüsste die zahlreichen Anwesenden. Sie meinte beruhigend: «Es ist zwar das letzte Konzert der 14. Konzertreihe, aber nicht das letzte allgemein. Das Team vom Montagblues hat bereits Zusagen von Künstlern bis Anfang 2028.» Anschliessend bedankte sie sich beim Publikum sowie den freiwilligen Helferinnen und Helfern, welche dazu beitragen, dass diese Abende überhaupt durchgeführt werden können.
Mit einem starken Applaus wurden die Musiker vom Publikum begrüsst. Diese wiederum begleiteten den Auftritt von Manu Hartmann mit einem instrumentalen Intro und die Künstlerin stimmte in den Song «A sentimental Blues» mit ein. Dem folgten zwei weitere Songs, unter anderem «Bad Girl» aus ihrem vorletzten Album. Verschiedene persönliche Schicksalsschläge der Künstlerin unterbrachen das Vorhaben zur Veröffentlichung des neuen Albums. Blues ist Leiden, Lieben, Leidenschaft und spiegelt das Leben in all seinen Facetten wider, ist voller Bewegung und regt zum Nachdenken an. Es zeigt wie rasch alles zu Ende gehen kann und dass Dinge, die man versäumt hat, nicht mehr nachgeholt werden können. Deshalb schrieb sie für
das neue Album den noch nicht veröffentlichten Song «At the End of Day» und präsentierte ihn exklusiv für das Montagblues Publikum.
Musikalische Überraschungen
Hartmann prangert in ihren Liedern soziale Ungerechtigkeiten an, kritisiert engstirniges Denken und ruft die Menschen dazu auf, mit offenem Herzen durchs Leben zu gehen. So inspirierte sie das Plakat eines Politikers aus Übersee zum Song «No More Lies», den sie voller Inbrunst sang. Danach bat sie ihre Musiker um ein kurzes Intermezzo und sprang förmlich von der Bühne. Zurück kam sie mit einer Handvoll Karton-CDs und erklärte: «Die Songs auf dieser CD können mit dem QR-Code gratis heruntergeladen werden. Das Album heisst ARC@BAS SESSION und wurde in Frankreich aufgenommen. Ich werfe diese jetzt einfach mal ins Publikum. Ihr dürft noch mehr mitnehmen und verteilen.» Begeistert applaudierte das Publikum als Dankeschön.
Nach einem weiteren neuen, noch nicht veröffentlichten Song «Voodoo» forderte sie das Publikum immer wieder auf mitzusingen, aufzustehen und die Hemmungen beim Singen fallen zu lassen. Was nach mehreren Versuchen gelang, und dabei für Erheiterung sorgte.
Vielseitige und eigensinnige Künstlerin mit Blues im Blut
Hartmann präsentierte amerikanischen Blues mit ihrem eigenen Stil und bezeichnete diesen progressiv als «Modern Blues 3.0». Sie verstand es, verschiedene Richtungen gekonnt zu kombinieren und liess Soul-, Popund Funk-, manchmal auch psychedelische Elemente einfliessen oder erzeugte mit ihrer Stimme spezielle Klänge. Diese erinnerten an eine af-
rikanische Sprache oder Tiere im Urwald. Dabei lebte die charismatische Künstlerin ihre Musik mit vollem Körpereinsatz und begeisterte mit ihrer ausdruckstarken, modulationsfähigen Stimme und einer energiegeladenen Bühnenpräsenz.
Ihre hochklassigen Vollblutmusiker stellte sie immer wieder in den Vordergrund, wobei diese ihr ganzes Können zeigten: Gitarrist Simon Bucher mit seinen sackstarken Soli, Daniel Wäch mit seinen speziellen, zum Teil blubbernden Orgelklängen, Ramon Vaca, der mit Inbrunst und Leidenschaft seinen Bass zupfte, oder Stephan Schätti mit seinen starken, mitreissenden Drums sowie der gefühlvolle Saxophonist Philipp Roland.
Mit einem lautstarken, nicht enden wollenden Applaus belohnte das Publikum die Künstler und forderte eine Zugabe. Hartmann bedankte sich mit den Worten «You make me smile» und dem Coversong «How strong is a Woman» sowie einem weiteren Song. Mit wunderschönen instrumentalen Klängen wurde das Publikum verabschiedet und ein energiegeladener und spezieller Bluesabend fand sein Ende vor der Sommerpause. Freuen wir uns danach im Herbst auf die 15. Konzertreihe vom Montagblues Aadorf.
IRÈNE BASLER
Information
Manu Hartmann ist nicht nur auf der Bühne zu Hause, sie leitet auch noch seit Jahren diverse gemischte Popund Rock-Chöre und gibt Gesangsunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene in Basel. Die Künstlerin wurde 2020 erstmals für den Blues Award nominiert und danach nochmals 2024 und 2025.

