Stabilität in der Genossenschaft Alterswohnungen
19.05.2026 ElggMeike Locher leitete als neue Präsidentin der Genossenschaft Alterswohnungen Elgg erstmals deren Generalversammlung. Die Vorsitzende blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Meike Locher begrüsste am 5. Mai, als neue Präsidentin der Genossenschaft Alterswohnungen, 42 ...
Meike Locher leitete als neue Präsidentin der Genossenschaft Alterswohnungen Elgg erstmals deren Generalversammlung. Die Vorsitzende blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Meike Locher begrüsste am 5. Mai, als neue Präsidentin der Genossenschaft Alterswohnungen, 42 Genossenschafterinnen und Genossenschafter zur Generalversammlung im Pflegezentrum Eulachtal. Der Start in die neue Aufgabe sei für sie mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Begegnungen und wertvollen Erfahrungen verbunden gewesen. Ein besonderer Moment ihres ersten Präsidialjahres sei auch die interne Verabschiedung des langjährigen Präsidenten Robert Fretz aus dem Vorstand gewesen, so Locher in ihrem schriftlich abgegebenen Jahresbericht.
Weiter erwähnte sie, dass nach der letzten GV eine Studie in Auftrag gegeben wurde, wodurch kurz-, mittel- und langfristig nötige Investitionen identifiziert, bewertet und priorisiert worden seien. Bereits im Dezember habe man demzufolge in der Liegenschaft alle verbliebenen alten Backöfen durch moderne Geräte ersetzt. «Dies war ein wichtiger Schritt für mehr Komfort und Nachhaltigkeit in unseren Wohnungen», betonte sie.
Mieten gesenkt
Aufgrund der Reduktion des Referenzzinssatzes per 1. September 2025 wurden die Mieten per 1. Januar 2026 über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus gesenkt, um Wohnraum zu fairen Bedingungen zu bieten. Das vor gut 30 Jahren erstellte Gebäude «Zum Zirkel» an der Untergasse umfasst 18 rollstuhlgängige Zweieinhalbzimmer-Wohnungen. Leerstände gibt es derzeit keine.
Die Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr 2025 zeigt einen Jahresgewinn von 19’000 Franken. Die Mietzinseinnahmen liegen bei 267’000 Franken. Für laufenden Unterhalt und Reparaturen wurden gut 45’000 Franken ausgegeben. Der Erneuerungsfonds konnte mit 82’000 Franken, deutlich höher als im Vorjahr, «gefüttert» werden, um eine solide Grundlage für künftige Investitionen zu schaffen.
Die Dividende auf den Anteilscheinen liegt unverändert bei zwei Prozent. Die Liegenschaft schlägt in der Bilanz mit 4,1 Millionen Franken zu Buche. Jahresbericht, Rechnung und Gewinnverwendung wurden von der Versammlung einhellig genehmigt.
Budget 2026 und Wahlen
Infolge der Mietreduktionen liegen die geplanten Erträge mit rund 250’000 Franken unter den Ergebnissen der letzten Jahre.
Für Wohnungssanierungen, umfangreiche Arbeiten am Lift, die Sanierung der Betonuntersichten der Laubengänge und energetische Arbeiten sind 111’000 Franken budgetiert. Die übrigen Aufwände bewegen sich im üblichen Rahmen; es wird ein Jahresgewinn von rund 20’000 Franken erwartet.
Die Genossenschaft befinde sich in einer guten finanziellen Situation, bestätigte auch Kassierin Bea Alt.
Im neuen Geschäftsjahr soll eine Projektstudie für eine Photovoltaikanlage durchgeführt werden, um so einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.
Einstimmig wiedergewählt wurden die Vorstandsmitglieder Käthi Küenzi, Remo Strupler und Philipp von Ah, die zusammen mit Meike Locher, Bea Alt und dem Gemeindevertreter Roger Gerber das Leitungsgremium bilden und das Schiff auf Kurs halten. Einmütige Bestätigung fand ebenso Claudia Zürcher-Gschwend als Obfrau der Revisionsstelle.
Mehr Alterswohnungen?
Aus der Versammlung tauchten erneut Fragen nach weiteren Alterswohnungen in Elgg auf. Dass ein grosser Bedarf besteht, ist unbestritten. Nur die Realisierung ist nicht ganz einfach, was sowohl Meike Locher als auch Architekt Philipp von Ah bekräftigten. In der Kernzone zu bauen, sei sehr aufwändig und intensiv, gab von Ah zu bedenken. Es gebe sehr wenige Objekte und Standorte, die in Frage kämen. Vorstellen könnte man sich auch eine Mischwohnform Alt/Jung. Man sei auch mit der Gemeinde in Kontakt. Dennoch: «Momentan müssen wir nicht entscheiden, weil es kein Objekt gibt, aber die Nachfrage ist enorm», so Lochers Fazit.
Nach der zügig abgewickelten Traktandenliste und grossem Dankeschön nach vielen Seiten liess es sich bei einem Imbiss aus der PZE-Küche noch lebhaft weiterdiskutieren und die «Tagung» ausklingen lassen.
HEDI LUTZ


