Sichtbare Fortschritte bei der Dreifachturnhalle
13.10.2026 ElggErfreut über die termingerechten Fortschritte zeigt Projektleiter Philipp Bernhard die Baustelle der Dreifachturnhalle in Elgg. Auch zwei Lehrlinge aus Elgg wirken an der neuen Turnhalle mit.
Mit acht Wochen Verzögerung konnten die Bauarbeiten an der Dreifachturnhalle «Im ...
Erfreut über die termingerechten Fortschritte zeigt Projektleiter Philipp Bernhard die Baustelle der Dreifachturnhalle in Elgg. Auch zwei Lehrlinge aus Elgg wirken an der neuen Turnhalle mit.
Mit acht Wochen Verzögerung konnten die Bauarbeiten an der Dreifachturnhalle «Im See» in Elgg begonnen werden. «Diese Verzögerung konnten wir nicht mehr aufholen, sind aber gerade wegen des super Wetters zeitlich gut im Fahrplan», erklärt Philipp Bernhard am vergangenen Mittwoch bei der gemeinsamen Baustellenbesichtigung. Philipp Bernhard verantwortet als Projektleiter der Firma Baltensperger AG Holzbau den reibungslosen Ablauf des Projektes. «Wir waren froh, als wir die Baubewilligung bekamen und keine Einsprachen den Bau verzögerten.
So wurde als Erstes das Pfahlfundament mit 118 Bohrpfählen erstellt, auf welchem anschliessend die Bodenplatte betoniert wurde. «Aufgrund des weichen Untergrundes musste diese etwas stärker als normal ausfallen», führt Bernhard weiter aus. «Dies war aber alles so geplant und wir sind momentan bereits an den ersten Wänden des Erdgeschosses.»
Verzögerung wegen alter Abwasserleitung
Die Verzögerung beim Baustart war auf eine alte Abwasserleitung zurückzuführen. Ursprünglich waren sich die Gemeinde und die Architekten sicher, dass über der alten Abwasserleitung gebaut werden kann. Da diese aber zu klein war, musste sie vergrössert und saniert werden. «Wenn wir weiter gewartet und die Dreifachturnhalle gebaut hätten, dann hätten wir in ein paar Jahren bei einer teuren Sanierung die ganze Umgebung der Dreifachturnhalle wieder aufreissen müssen», kommentiert die Elgger Gemeindepräsidentin Ruth Büchi-Vögeli den Entscheid, die Arbeiten parallel zum Turnhallenbau durchzuführen. Zusätzlich zum Abwasserkanal wird auch ein neuer Regenwasserkanal gebaut.
So wird das Regenwasser nicht mehr in die Kanalisation geleitet und somit die Kläranlage geschont. An den Kosten für die Turnhalle ändert diese Situation nichts, da die beiden Kanäle auf die Rechnung der Wasserwerke gehen. Diese hätten in den nächsten Jahren so oder so ersetzt werden müssen.
Elgger arbeiten für Elgger
Neben diesem Missstand sei man aber sehr froh, wie die Fortschritte auf der Baustelle vorangehen. Als Hagenbucher, der die Primarschule «Im See» besucht hat, sei es für ihn sehr speziell, für die Elgger Bevölkerung eine Dreifachturnhalle bauen zu dürfen, meint der Projektleiter. Viele Leute kämen auf ihn zu und erkundigten sich nach dem Stand der Dinge. Für die Firma Baltensperger ist es die erste Dreifachturnhalle, man habe mehr Erfahrungen mit Schulhausprovisorien. Doch man habe gute Handwerker und habe auch schon mit dem Architektenteam bereits grössere Projekte umgesetzt.
Unter diesen Handwerkern befinden sich unter anderem zwei Lehrlinge, welche einen engen Bezug zu Elgg haben. Ales Lang startete vor kurzem in die Lehre als Maurer. «Die erste Woche war sehr streng, gerade weil es sehr heiss war. Doch es macht riesig Spass und es ist sehr speziell, eine Turnhalle zu bauen, welche man mit den Vereinskollegen dann auch aktiv nutzen wird.» Ales Lang ist nicht nur in Elgg aufgewachsen, sondern spielt auch in Elgg Faustball. So freut er sich, wenn er künftig in «seiner» Halle trainieren und spielen kann. Während der Wintersaison muss das Faustball Elgg momentan entweder in Aadorf oder Frauenfeld trainieren.
Auch Tim Schumacher spielt im Faustball Elgg. Beruflich ist er im 2. Lehrjahr als Zeichner Hochbau und begleitet den Bau auf dem Papier. Tim Schumacher ist stolz, an der Turnhalle mitwirken zu dürfen. Momentan ist er gerade am Planen für den Umbau des Garderobenhäuschens. Dazu muss er die nötigen Pläne mit den richtigen Massen aktualisieren.
Weil die Garderoben für den Sportplatz neu in der Dreifachturnhalle eingeplant sind und der Platz für die Materialcontainer fehlt, wird das Garderobengebäude als Materialhaus für die Sportvereine und den Platzwart benötigt. Die Bausubstanz sei noch bestens in Ordnung und so werde es nur punktuelle Änderungen wie ein neues Tor geben, erklärt Philipp Bernhard.
Bis Ende Januar wird an den Baumeisterarbeiten gearbeitet. Sobald diese abgeschlossen sind, werden die grossen Holzbalken und die Fertigelemente aus der Produktion angeliefert und innerhalb von zwei Monaten verbaut. Dann steht die Halle bereits komplett, und der Innenausbau sowie die Aussenplätze können in Angriff genommen werden. Bis dahin werden noch viele Details in den Baukommissionssitzungen diskutiert und verhandelt.
ANDREJ BLASER




