Das aufgebaute Vermögen soll im Ruhestand den Lebensstandard sichern. Doch der Geldbedarf im Alter ist hoch und Inflation kann die Kaufkraft mindern. Eine durchdachte Anlagestrategie ist deshalb umso wichtiger.
Fast zwei Drittel der Erwerbstätigen rechnen nach der Pensionierung ...
Das aufgebaute Vermögen soll im Ruhestand den Lebensstandard sichern. Doch der Geldbedarf im Alter ist hoch und Inflation kann die Kaufkraft mindern. Eine durchdachte Anlagestrategie ist deshalb umso wichtiger.
Fast zwei Drittel der Erwerbstätigen rechnen nach der Pensionierung mit einem gleichbleibenden oder steigenden Geldbedarf. Dieses Ergebnis des Raiffeisen Vorsorgebarometers überrascht, denn das Vorsorgesystem basiert auf der Annahme, dass der Finanzbedarf nach der Pensionierung tiefer ist als während der Erwerbstätigkeit. Laut Zielsetzung des Bundes sollen die 1. und 2. Säule nur 60 Prozent des letzten Lohns abdecken.
Ein möglicher Grund für den hohen Geldbedarf im Alter sind die steigenden Gesundheits- und Pflegekosten. Für 58 Prozent der 66- bis 79-Jährigen gehört dies zu den grössten Sorgen im Alter. Auch sind heute viele Rentnerinnen und Rentner bis ins hohe Alter aktiv und die Lebenserwartung nimmt weiter zu. Umso wichtiger ist es, dass das Vermögen optimal investiert ist.
Zu viel Vorsicht kostet Kaufkraft
Wer im Ruhestand anlegt, tut dies häufig defensiv. 60 Prozent der 66- bis 79-Jährigen investieren in Wertschriften und rund die Hälfte davon verfolgt eine stabilitäts- oder sicherheitsorientierte Strategie, wie das Raiffeisen Vorsorgebarometer 2026 zeigt. Das ist nachvollziehbar. Wer nicht mehr erwerbstätig ist, denkt anders über Risiken nach. Rund 40 Prozent verzichten hingegen ganz auf Wertschriften, doch auch das ist ein Risiko: «Wer Sicherheit mit möglichst geringem Anlagerisiko gleichsetzt, übersieht eine andere Gefahr: den Verlust an Kaufkraft», sagt Donato Blasucci, Berater Vorsorge und Versicherung bei der Raiffeisenbank Aadorf.
Geld auf tief verzinsten Konten bleibt zwar von Kursschwankungen verschont. Dafür verliert es durch die Inflation über die Jahre an Wert. Dieser Kaufkraftverlust bereitet fast einem Drittel der 66- bis 79-jährigen Sorgen. Besonders relevant wird dieses Risiko, wenn das Kapital aus der Pensionskasse bezogen wird. Gemäss Vorsorgebarometer werden im Schnitt 49 Prozent davon investiert. Knapp ein Drittel verbleibt auf niedrig verzinsten Privatoder Sparkonten.
Die 3-Topf-Strategie strukturiert das Vermögen
Mit einer geeigneten Strategie lassen sich Renditechancen und Sicherheitsbedürfnis besser aufeinander abstim-