Am 14. Juni stimmen wir über die Verschärfung des Zivildienstgesetzes ab. Obwohl die EDU die Ja-Parole gefasst hat, werde ich Nein stimmen. Die Respektierung des Gewissens ist mir wichtiger als der Versuch, den Zivildienst durch Hürden zu verleiden.
Wer aus tiefer innerer ...
Am 14. Juni stimmen wir über die Verschärfung des Zivildienstgesetzes ab. Obwohl die EDU die Ja-Parole gefasst hat, werde ich Nein stimmen. Die Respektierung des Gewissens ist mir wichtiger als der Versuch, den Zivildienst durch Hürden zu verleiden.
Wer aus tiefer innerer Überzeugung keinen Militärdienst leisten kann, verdient Respekt und nicht Druck. Wer stattdessen Zivildienst leistet, stärkt durch seinen Einsatz in Pflege, Umweltschutz und sozialen Werken den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die geplanten Verschärfungen wirken wie eine Strafe für eine Gewissensentscheidung. Zwang erzeugt Dienst nach Vorschrift, keine Überzeugung. Wenn die Armee Personal braucht, muss sie durch Sinn und Attraktivität überzeugen, nicht durch Hürden. Zudem könnten höhere Anforderungen manche dazu bewegen, sich ausmustern zu lassen – dann ist dem Land erst recht nicht gedient.
Sicherheit entsteht dort, wo Menschen aus Überzeugung dienen – in Uniform oder in Zivil. Aus Respekt vor der Freiheit des Einzelnen und für eine Sicherheitspolitik, die auf Überzeugung statt Zwang setzt, sage ich am 14. Juni Nein.
ANDREAS SIGRIST, GUNTERSHAUSEN, KANTONSRAT EDU