Schweizer Erdwärme-Branche bohrt weiter im Rekordtempo
23.06.2026 SchweizDie Schweizer Erdwärmesonden-Bohrbranche blickt auf ein weiteres Erfolgsjahr zurück: Im Jahr 2025 wurden in der ganzen Schweiz rund 4.2 Millionen Meter für Erdwärmesonden gebohrt. Dieser Meilenstein unterstreicht die Schlüsselrolle der Geothermie beim Umstieg auf ...
Die Schweizer Erdwärmesonden-Bohrbranche blickt auf ein weiteres Erfolgsjahr zurück: Im Jahr 2025 wurden in der ganzen Schweiz rund 4.2 Millionen Meter für Erdwärmesonden gebohrt. Dieser Meilenstein unterstreicht die Schlüsselrolle der Geothermie beim Umstieg auf erneuerbare Energien. Um das Vertrauen in diese Technologie langfristig zu sichern, setzen die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) und die gesamte Branche konsequent auf Qualität und das bewährte Gütesiegel.
Der Verzicht auf fossile Energieträger führt in der Schweiz immer häufiger direkt zur Erdwärmesonde. Dass dieser Wandel erfolgreich voranschreitet, belegen die neusten Zahlen der FWS eindrücklich: Mit sensationellen 4.2 Millionen Bohrmeter aus dem Jahr 2025 wird die Wärmewende im Land massiv beschleunigt, während gleichzeitig ein zentraler Beitrag zu einer unabhängigen und sicheren Energieversorgung der Schweiz geleistet wird. Mit den gebohrten 4.2 Millionen Metern können rund 40 Millionen Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden, andererseits kann damit auch sehr umweltfreundlich gekühlt werden.
Erdwärmesonden: Effizient, langlebig und krisensicher
Die Technologie bietet eine unschlagbare Kombination aus ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen. Erdwärme ist praktisch unerschöpflich, wird lokal produziert und macht die Schweiz Schritt für Schritt unabhängig von ausländischen Öl- und Gasimporten. Um die enorme Meterleistung sicher und präzise in den unterschiedlichen Schweizer Böden zu erbringen, setzt die Branche auf hochentwickelte Bohrtechniken, die exakt auf den jeweiligen Untergrund angepasst sind. Erdwärme leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele von Bund und Kantonen. Gemäss SIA Norm wird eine Mindestlebensdauer der Erdsonden von 50 Jahren angenommen. Das ergibt, allein durch die im letzten Jahr gebohrten Erdsonden, eine Gesamteinsparung von rund 2 Milliarden Litern Heizöl! Das ist gelebte lokale Wertschöpfung und Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen.
Die Branche steht geschlossen hinter der Qualitätssicherung
Mit dem rasanten Wachstum im Markt steigt auch die Verantwortung für die Umwelt und das Fachhandwerk. Das FWS-Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen ist hierbei der schweizweit anerkannte Standard. Es stellt sicher, dass Bauherrschaften und Behörden auf eine seriöse, saubere und fachgerechte Arbeit zählen können.
Die im Verband organisierten Bohrfirmen arbeiten hochprofessionell und stehen geschlossen hinter dem Gütesiegel. Sie fordern selbst eine konsequente Durchsetzung dieser Standards ein, um das Vertrauen in die gesamte Branche langfristig zu rechtfertigen. Das dazugehörige Reglement wird zudem laufend an den neuesten Stand der Technik und aktuelle Praxiserfahrungen angepasst. Das schafft Sicherheit für Investitionen in die Zukunft. Für Fragen oder bei Unsicherheiten steht die FWS zudem allen Beteiligten mit einer eigenen, neutralen Ombudsstelle zur Verfügung. Die FWS rechnet auch in den kommenden Jahren mit einer hohen Nachfrage nach Erdwärmesonden und wird sich weiterhin für hohe Qualitätsstandards sowie die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte einsetzen.
(PD)
Über die FWS
Die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) ist das Kompetenzzentrum für die Wärmepumpentechnologie und ihre Anwendungen. Sie ist zudem die vom Bund und den Kantonen anerkannte und verantwortliche Vergabestelle für Qualitätsprüfungen im Wärmepumpenund Erdwärmebereich. Sie vereint Lieferanten, Bohrfirmen, Installateure und Planer unter ihrem Dach.
Mit den gebohrten 4.2 Mio. Metern können rund 40 Mio. Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden, andererseits kann damit auch sehr umweltfreundlich gekühlt werden. Das ist gelebte lokale Wertschöpfung und Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen.
• 4’200’000 Meter gebohrt
• 147’000’000 Watt Kälteleistung (bei 35 Watt pro Meter)
• 183’750’000 Watt Heizleistung (bei COP 5)
• 404’250’000 kWh Heizenergie pro Jahr (bei 2200 Volllaststunden)
• 40’425’000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart

