Der Titel der siebten Folge der Satire mit den Comedians Ralf Schlatter (Schön) und Anna-Katharina Rickert (Gut) ist irreführend. Natürlich fand der Comedyabend nicht draussen, sondern drinnen in der Wärme statt. Zum Glück ist nämlich der Singsaal Ritschberg nach dem ...
Der Titel der siebten Folge der Satire mit den Comedians Ralf Schlatter (Schön) und Anna-Katharina Rickert (Gut) ist irreführend. Natürlich fand der Comedyabend nicht draussen, sondern drinnen in der Wärme statt. Zum Glück ist nämlich der Singsaal Ritschberg nach dem Schulhausbrand wieder benutzbar.
Doch in Grosshöchstetten findet der Theaterabend im Freien statt. Nur alle 50 Jahre wird dort das Freilichttheater «Die Blutbuche» aufgeführt. Denn am Ende des Freilichtspiels wird dann der Baum gefällt und ein neuer gepflanzt. Bei den Proben gerät bald einmal alles durcheinander. Die verschiedenen Protagonisten reden aneinander vorbei. Wortspiele wechseln mit Gesang und fliegenden Rollenwechseln. Das Tempo ist rasant, und manchmal hat man als Zuschauer – wenn man dann den Witz endlich verstanden hat – gar keine Zeit zum Lachen, schon wartet die nächste Pointe.
«Schön und Gut» switchen gekonnt zwischen verschiedenen Rollen hin und her. Polizisten, zwei Statisten oder der Gemeindepräsident Kellenberger treten in dem Zweipersonenstück auf. Sogar der Baum und die Meisen bekommen eine Stimme. Das Kabarett ist witzig und geistreich und vor allem gegen den Schluss auch poetisch und tiefsinnig: «Alleine ist alles, was wir sind. Einander ist alles, was wir haben.»
Nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus bedankt sich Ralf Schlatter noch ganz persönlich bei der Kulturkommission und den treuen Zuschauern. «Es gibt wenig Orte, wo wir so oft auftreten können. Alle sieben Programme durften wir hier zeigen. Elgg ist da ganz besonders. «Hebed Sie Sorg zu söttige Ort!»
CHRISTOPH ZIEGLER