Die unverwechselbare Stimme von Freddie Mercury zieht alle Zuschauer in ihren Bann. Mit dem grössten Hit der weltbekannten Rockgruppe Queen «Bohemian Rhapsody» geht ein unvergesslicher Abend im Werkgebäude seinem Ende entgegen. Rock4, die Vokal-Rockband mit den stimmgewaltigen ...
Die unverwechselbare Stimme von Freddie Mercury zieht alle Zuschauer in ihren Bann. Mit dem grössten Hit der weltbekannten Rockgruppe Queen «Bohemian Rhapsody» geht ein unvergesslicher Abend im Werkgebäude seinem Ende entgegen. Rock4, die Vokal-Rockband mit den stimmgewaltigen Männern aus den Niederlanden, gastierte am Samstag schon zum siebten Mal in Elgg und wusste zu begeistern.
157 Stühle habe sie bereitgestellt, meinte die optimistische Annelies Reutimann von der Kulturkommission erwartungsfroh. Die Stühle reichten nicht. Rock4 hat auch in der Schweiz viele Fans, die teilweise von weit her nach Elgg kamen. Die Band ist längst mehr als ein Geheimtipp. Dem Lead Sänger Luc Devens stehen Lucas Blommers, ein klassischer Tenor, und Phillip Schröter, ein rhythmischer Bariton, zur Seite. Miklòs Németh ist für die ganz tiefen Basstöne zuständig. Zusammen sangen sich die 4 in Elgg durch das Album «A Night At The Opera» und liessen die legendäre Band Queen und ihren Sänger Freddie Mercury aufleben. Die Stimmen wurden zum Instrument. Witzige Ansagen und eine stimmungsvolle Bühnenshow rundeten Konzert ab.
Rock4 ist eine international bekannte A-cappella-Band. Die 4 singen in dieser Besetzung schon über zehn Jahre zusammen. Die Profimusiker waren fast alle auf dem Konservatorium und haben eine klassische Gesangsausbildung genossen. Nur Luc Devens, die Stimme von Freddie Mercury, hat interessanterweise ein Jurastudium absolviert und sich erst später ganz der Musik und dem Gesang verschrieben.
Nach dem Konzert stand Luc Devens der Redaktion für ein kurzes Interview zur Verfügung.
Luc, du bist nun soeben über zwei Stunden auf der Bühne gestanden. Wie fühlt man sich nach einem so langen Konzert?
Luc Devens: Ich bin völlig fertig. Das muss aber auch so sein. Ein Live-Auftritt darf nicht zur Routine verkommen.
Ich gehe immer an die Grenze und lote aus, was stimmlich möglich ist.
Und jetzt, wie lange geht das, bis du wieder runterkommst?
Nach etwa einer Stunde werde ich langsam ruhiger. Meistens kann ich dann gut schlafen.
Ihr seid aus Holland. Ich nehme an, ihr seid nicht extra für ein Konzert in Elgg so weit gefahren.
Nein. Wir sind über ein halbes Jahr auf Tournee. Vorher gaben wir ein paar Konzerte im Raum Bodensee, nachher geht es weiter nach Bayern und Oesterreich. In der Schweiz ist Elgg aber der einzige Konzertort.
Du bist nun schon das siebte Mal in Elgg. Wie ist das für dich, in einem relativ kleinen Saal zu singen?
Ich liebe das. Es ist so persönlich. Natürlich singen wir normalerweise vor 500 bis über 1000 Leuten. Aber in Elgg ist es für mich immer eine Ehre zu singen. Hier wurden wir schon 2008 gebucht, ganz am Anfang unserer Karriere. Wir kommen immer gerne wieder nach Elgg.
Ihr habt im zweiten Teil eurer Show ein ganzes Album (A Night At The Opera von Queen) gesungen. Was ist das Spezielle an diesem Programm?
Für mich ist das eine grosse Herausforderung. Das Album hat eine Geschichte, und ich will die Zuhörer auf eine Reise mitnehmen. Ich bin jedes Mal gespannt, ob das gelingt.
Das Konzert überzeugte mit einer gelungenen musikalischen Darbietung und sorgte für einen begeisternden Queen-Abend. Für die bevorstehende Fortsetzung der Tournee durch Deutschland, Österreich und Holland ist Luc Devens viel Erfolg zu wünschen. Abschliessend bedankt sich der Redaktor für das Gespräch und den eindrucksvollen Konzertabend.
CHRISTOPH ZIEGLER