Im Jubiläumsjahr des Elgger Wochenmarktes konnte der Apfelmarkt vom letzten Samstag Rekorde verbuchen. Trotz Regenwetter lockte der Anlass so viele Besucherinnen und Besucher an wie noch nie. Auch das Angebot ist nochmals gewachsen.
Durch die Apfelgasse schlendern, verschiedenste ...
Im Jubiläumsjahr des Elgger Wochenmarktes konnte der Apfelmarkt vom letzten Samstag Rekorde verbuchen. Trotz Regenwetter lockte der Anlass so viele Besucherinnen und Besucher an wie noch nie. Auch das Angebot ist nochmals gewachsen.
Durch die Apfelgasse schlendern, verschiedenste Sorten Äpfel und Birnen probieren, frischgepressten Most geniessen, sich draussen bei einem Glas Apfelsaft, Glühmost oder frischen «Öpfelchüechli» stärken und schliesslich in der Kaffeestube des Dorfvereins im Kirchgemeindehaus aufwärmen und nicht zuletzt feine Köstlichkeiten einkaufen: Nach dem langen Sommer und Spätsommer erlebten die Elggerinnen und Elgger und auch viele auswärtige Gäste im Städtli einen typisch herbstlichen Tag mit launischem Wetter und bester Stimmung. Höhepunkt für viele Kinder und bestens ausgebucht war das Reiten.
Der Apfelmarkt vom vergangenen Samstag lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an, auch wenn zwischendurch der Regenschirm geöffnet werden musste. Zum 50-jährigen Bestehen des Elgger Marktes hatte die Heimatschutz-Vereinigung Elgg/Viva Elgg mit den Marktfahrenden ein besonders vielfältiges Angebot zusammengestellt.
Das Hauptinteresse galt den Äpfeln
Marktchefin Annelies Meier zeigte sich zufrieden. Bereits im vergangenen Jahr sei der Apfelmarkt sehr erfolgreich gewesen, doch diesmal habe man das Angebot mit 37 Ständen und 126 Apfelsorten nochmals übertroffen. Im Mittelpunkt des Interesses stand wie immer die Apfelgasse. Nebst bekannten Sorten gab es zahlreiche Raritäten zu entdecken. «Die Leute kommen hauptsächlich wegen der Äpfel an diesen Markt», so Meier. Auch Birnenliebhaber kamen selbstverständlich auf ihre Rechnung. Das Angebot umfasste zehn Sorten.
Doch nicht nur die grosse Obstvielfalt machen den alljährlich stattfindenden Markt aus. Zahlreiche Stände boten auch dieses Jahr wieder regionale Produkte an. Das Kunsthandwerk war ebenfalls breit vertreten.
Eine Tradition, die gepflegt werden muss
«Der Apfelmarkt ist eine der grössten Veranstaltungen im Dorf. Aber man muss dranbleiben und ihn immer wieder in Erinnerung rufen», sagt Annelies Meier. In den letzten Jahren sei das Angebot stetig gewachsen. Es freue sie, dass nach dem bereits sehr erfolgreichen Vorjahr nochmals mehr Apfelsorten und Marktstände vertreten gewesen seien.
Wer den Markt verpasst hat, hat nächsten Samstag nochmals Gelegenheit, Äpfel und Birnen zu kaufen. Der nächste Apfelmarkt findet am 30. Oktober 2027 statt.
BETTINA STICHER
Uralte Tradition
Bereits 1370 verliehen die Herzöge von Österreich den Elggern das Marktrecht. In den folgenden Jahrhunderten gab es dann verschiedene Unterbrüche. Nach dem grossen Dorfbrand von 1876 kam die Markttradition schliesslich ganz zum Erliegen. 100 Jahre später, im August 1976, liess die Heimatschutzvereinigung Elgg die alte Tradition wieder aufleben.