Sicherheit kann als «Safety» im Sinn betrieblicher Sicherheit und Security in solchem von Schutz vor kriminellen Handlungen verstanden werden. Das Projekt Ready der Fachstelle Forschung und Entwicklung der Kantonspolizei Zürich untersucht die aktuellen Sicherheitsmassnahmen am ...
Sicherheit kann als «Safety» im Sinn betrieblicher Sicherheit und Security in solchem von Schutz vor kriminellen Handlungen verstanden werden. Das Projekt Ready der Fachstelle Forschung und Entwicklung der Kantonspolizei Zürich untersucht die aktuellen Sicherheitsmassnahmen am Flughafen hinsichtlich ihrer Wirkung systematisch. Im Projekt soll das Verständnis erweitert werden, wie Täterinnen und Täter bei der Planung und Ausführung einer Tat vorgehen.
Nach rund einem Jahr ist ein erstes Etappenziel erreicht: Die intensive Literaturrecherche zum Informations- und Planungsverhalten von Tätern konnte abgeschlossen werden und liefert erste wichtige Erkenntnisse. Das Vorgehen der Täterschaft ist grundsätzlich sehr unterschiedlich, insbesondere was den Zeitraum der Informationsbeschaffung anbelangt. Beeinflusst wird das Vorgehen durch verschiedene Faktoren.
Bei der Recherche liessen sich drei Informationsquellen herauskristallisieren, die häufig genutzt werden: Onlinerecherche sowohl im offenen Internet als auch im Darknet, Recherche vor Ort beispielsweise zu Sicherheitsmassnahmen oder logistischen Rahmenbedingungen und die Informationsbeschaffung über Gleichgesinnte oder Insider.
Um die ersten Erkenntnisse und daraus abgeleiteten Thesen zu überprüfen beziehungsweise kontextualisieren, führte das Forschungsteam ergänzend zur Literaturrecherche qualitative Interviews mit nationalen und internationalen Expertinnen durch. Im Zentrum standen dabei die Fragen, wann, wie, wo und worüber sich Täter bei ihrer Planung informieren. Diese Interviews werden nun wissenschaftlich ausgewertet und die daraus gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die im ersten Bericht erläuterten Arbeitspakete ein.
(PD)