Nun ist es definitiv. Die Poststelle Elgg hat soeben für immer geschlossen. Dies trotz grossem Wiederstand seitens der Gemeinde und der nicht ernst genommenen Bevölkerung. Die Neueröffnung erfolgte am 20. April in den Lokalitäten des Volg. Die Strategie der Neuausrichtung zu ...
Nun ist es definitiv. Die Poststelle Elgg hat soeben für immer geschlossen. Dies trotz grossem Wiederstand seitens der Gemeinde und der nicht ernst genommenen Bevölkerung. Die Neueröffnung erfolgte am 20. April in den Lokalitäten des Volg. Die Strategie der Neuausrichtung zu vermehrten Agenturlösungen gibt zu denken. Schweizweit erfahren in naher Zukunft weitere 170 Filialen das gleiche Schicksal. Nicht sehr kundenfreundlich.
Damit stellt sich unweigerlich die Frage: «Was gehört eigentlich zum Service Public?» Sicher nicht die angestrebte Ausdünnung eines einst florierenden Poststellennetzes. Auch nicht der verschlechterte Schalterdienst. Zwei bis drei Schalter vorhanden; permanent nur einer besetzt und damit ärgerliche Warteschlangen provozierend. Einerseits spricht man von Fachkräftemangel, anderseits stellt man qualifiziertes Personal auf die Strasse. Ebenso fraglich die kioskähnlichen Auslagen mit Fremdprodukten im Schaltervorraum.
Die ältere Generation, welche sich schlecht mit der computerisierten digitalen auskennt, fühlt sich übergangen. Der einst stolze gelbe Riese mausert sich immer mehr zum bedauernswerten Zwerg. Quo vadis «Service public»?
KURT HEIDER, AADORF