Peter Pfändler sorgte für wohltuende Momente
05.11.2026 ElggAm Seniorennachmittag der Pro Senectute Elgg und Hagenbuch bescherte der Schweizer Komiker Peter Pfändler mit seinem Programm «Einfach lustig» dem Publikum in Elgg beste Unterhaltung und zahlreiche Gelegenheiten, sich herzhaft zu amüsieren.
Der Saal im Werkgebäude ...
Am Seniorennachmittag der Pro Senectute Elgg und Hagenbuch bescherte der Schweizer Komiker Peter Pfändler mit seinem Programm «Einfach lustig» dem Publikum in Elgg beste Unterhaltung und zahlreiche Gelegenheiten, sich herzhaft zu amüsieren.
Der Saal im Werkgebäude Elgg war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Rund 160 Gäste genossen am vergangenen Donnerstag eine gemütliche, unterhaltsame und lustige Zeit am gemeinsamen Seniorennachmittag der Pro Senectute Elgg und Hagenbuch mit Unterstützung des Elgger Frauenvereins, der wie üblich die Bewirtung mit Getränken und Kuchen übernahm.
Die beiden Ortsvertreterinnen Sonja Lutz (Elgg) und Barbara Russ (Hagenbuch), freuten sich über das grosse Interesse, hiessen die Anwesenden willkommen und wünschten einen fröhlichen Nachmittag. Eine kurze Begrüssungsansprache mit anerkennenden Worten hielt auch Elggs Gemeindepräsidentin Ruth Büchi-Vögeli.
Veränderungen, Generationen, Missverständnisse
Die Organisatorinnen hatten Peter Pfändler, einen bekannten Schweizer Komiker, mit dem Programm «Eifach luschtig» eingeladen.
In zwei Auftritten von jeweils gut 20 Minuten nahm dieser mit Anekdoten, humorvoll-kritischen Kommentaren und Geschichten, angereichert mit vielen Klischees und kleinen Provokationen, den Alltag, den Zeitgeist und das Älterwerden aufs Korn. Auch sich selbst verschonte er nicht. So erzählte der Kabarettist unter anderem, dass er erst mit 50 Jahren geheiratet habe und mit 54 erstmals Vater geworden sei. Da er sich selbst etwa im Alter zumindest der jüngeren Teilnehmenden befindet, konnte er auf Erinnerungen an vergangene Zeiten zurückgreifen, die er mit seinem Publikum real teilt.
Seine rund 20 Jahre jüngere Frau und die unterschiedlichen Lebensphasen lieferten ihm nebst den allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen inklusive Missverständnisse zwischen den Generationen, ganz viel Stoff für Pointen. Dabei ahmte er immer wieder öffentlich bekannte Charaktere nach. Sich selbst bezeichnete er als DAB, (in Analogie zu den bekannten DINKS, «Double Income, No Kids» oder NIM-BYS «Not In My Backyard»), zu denen er wie das Publikum nun gehöre. Was ein DAB ist? Ein «Dreizehnte AHV Beziehender», gab er die Antwort gleich selbst.
Technik, Kommunikation und andere Tücken
Nach einer kurzen Pause ging es mit Gedanken zu jüngeren Generationen, Erziehungsmethoden und modernen Alltagsgewohnheiten weiter. Unter anderem nahm Pfändler den Lehrplan 21 und die heutige Vorliebe für Tätowierungen oder den Trend zur veganen Ernährung unter seine komödiantische Lupe.
Für Gelächter sorgte auch seine Geschichte über einen sprechenden Billettautomaten. Der Versuch, eine Fahrkarte nach Zürich-Altstetten zu lösen, entwickelte sich zu einem absurden, mit Wortspielen gespickten Dialog voller Irrtümer.
Dazwischen griff Pfändler immer wieder zur Musik, spielte bekannte Melodien und animierte das Publikum zum Mitsingen. Zum Abschluss interpretierte er Elvis Presleys «In the Ghetto» in einer bayerischen und einer spanisch-lateinamerikanischen Version.
Gemütlicher Ausklang bei Kaffee und Kuchen
Nebst der Unterhaltung, die die Anwesenden dem Lachpegel nach überzeugte («mir gefällt er hier noch besser als im Fernsehen», sagte zum Beispiel eine der Frauen im Publikum), blieb genügend Zeit für Gespräche und das Wiedersehen mit Bekannten. Der Frauenverein Elgg verwöhnte die Gäste mit Kaffee, Getränken und Schwarzwäldertorte.
Zum Abschluss dankte Sonja Lutz dem Komiker für seinen Auftritt sowie allen Beteiligten, die zum Gelingen beigetragen hatten. Im Foyer stand Kathy Zahnd von der Fachstelle Alter für Fragen rund ums Älterwerden zur Verfügung. Der nächste gemeinsame Seniorennachmittag findet wieder am letzten Donnerstag im Oktober statt.
BETTINA STICHER


