Neutralität
14.02.2026Die Welt ist verrückt. Mit anderen Worten, sie ist an vielen Orten aus den Fugen gerückt. Eben ‹ver – rückt›. An vielen Orten nicht mehr so, wie wir das gewohnt waren oder es uns wünschen.
Die unsichere Lage wird von einigen realisiert, anderen ist ...
Die Welt ist verrückt. Mit anderen Worten, sie ist an vielen Orten aus den Fugen gerückt. Eben ‹ver – rückt›. An vielen Orten nicht mehr so, wie wir das gewohnt waren oder es uns wünschen.
Die unsichere Lage wird von einigen realisiert, anderen ist das egal.
Was wir aber brauchen, ist Stabilität für unser Land. Was können wir zu einer stabilen Schweiz beitragen? Was braucht unser Land in der heutigen Geopolitischen Lage?
Es ist nicht so, dass wir als einzelne Bürger nichts tun können. Jeder von uns hat es in der Hand, die Zukunft zu gestalten. Das Rezept ist relativ einfach. Wir müssen uns nur besinnen, was uns früher schon geholfen hat, uns nicht in einen Strudel der Zerstörung zu begeben. Dazu braucht es ein gewisses Mass an Bescheidenheit und Zurückhaltung. Wir müssen uns wieder an das alte Rezept erinnern und uns zur uneingeschränkten Neutralität bekennen.
Genau dies hat uns schon vor der Teilnahme an zwei Weltkriegen bewahrt. Das hat uns abgeschirmt vor der Bombardierung unserer Städte und Infrastrukturen, vor dem Tod unserer Grossväter, Väter und Söhne und vor weiterem grossem Leid, welches eine Teilnahme an Kriegen mit sich bringt.
Es gibt keine situative oder flexible Neutralität wie es unser Bundesrat Cassis gerne vertritt. Sondern wir müssen eine allumfassende, immerwährende und bewaffnete Neutralität befolgen.
Die Schweiz darf keinem Militäroder Verteidigungsbündnis beitreten. Sie darf sich nicht an militärischen Auseinandersetzungen zwischen Drittstaaten beteiligen und sich nicht auf eine Seite stellen.
Wir dürfen uns nicht der Sanktionspolitik der EU anschliessen. Unser Land ist viel zu klein, um für ein anderes Land irgendwelche Versprechungen zu machen. Wir dürfen keine Partei für ein kriegsführendes Land einnehmen. Unser Bundesrat soll sich vornehm zurückhalten mit Kritik an anderen Ländern und nicht auf den grossen Bühnen der Welt mittanzen wollen. Politiker sehen sich viel zu gerne auf diesen grossen Bühnen als wichtige Entscheidungsträger. Sie müssen ja selber nicht an die Front wie unsere Soldaten, unsere Söhne und Töchter. Jene die die Neutralität aufgeben wollen, sind oft nicht diejenigen die in der Armee ihr Leben riskieren müssten.
Mit dieser Strategie der allumfassenden Neutralität schützen wir unsere Mitbürger und unser Land insgesamt am besten. Wir müssen unsere Souveränität durch eine immerwährende Unabhängigkeit sichern.
Wären alle Länder dieser Erde neutral, gäbe es keine Kriege. Nur Frieden und Fortschritt – unsere Vorfahren wussten es. Dies soll die Schweiz in die Welt hinaustragen. Unsere guten Dienste als Vermittlerin anbieten, bringt uns allen viel mehr, als Partei zu ergreifen.
Um es mit den Worten von Roger Köppel zu sagen: «Schlichten statt richten».
Der Text gibt die persönliche Meinung des Kolumnisten wieder und entspricht nicht zwangsläufig der Auffassung der Redaktion.

