Uhrmacher Dominik Laib zieht mit seinem Geschäft nach Elgg an die Vordergasse. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Reparatur und Restauration von Armbandsowie Grossuhren.
Seit Juni 2025 steht die Ladenfläche an der Vordergasse 14 im Elgger Altstädtchen leer. Nun zog Dominik ...
Uhrmacher Dominik Laib zieht mit seinem Geschäft nach Elgg an die Vordergasse. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Reparatur und Restauration von Armbandsowie Grossuhren.
Seit Juni 2025 steht die Ladenfläche an der Vordergasse 14 im Elgger Altstädtchen leer. Nun zog Dominik Laib per 1. Oktober mit seiner Reparaturwerkstatt für Uhren in die alten Gemäuer. «Elgg passt mit seinem antiken Charme und seiner Lage im Dreieck Will-Winterthur-Frauenfeld ideal», begründet Dominik Laib die Standortwahl. Zudem brauche ein Uhrmacher sehr viel Platz für seine tausend Werkzeuge und die vielen Ersatzteile der unterschiedlichen Uhrenmarken.
Seit 2024 arbeitet er selbstständig als Uhrenrestaurator und hat sich im Laufe der Jahre ein breites Portfolio aufgebaut. So ist er mittlerweile von sechs Schweizer Uhrenfirmen (Mido, Tissot, Longines, Omega, Rado, Certina) offizieller Servicepartner. Dadurch kann er direkt Ersatzteile bei den Marken beziehen.
Lehrjahre im Ausland
Zum Beruf des Uhrmachers kam Dominik Laib klassisch über das Schnuppern in der Sekundarschule. «Ich hatte als Kind schon immer gerne Dinge auseinandergenommen und wieder zusammengebaut. So hat es sich ergeben, die Lehre als Uhrmacher zu beginnen», erklärt Dominik Laib seinen Entscheid. Weil in der Schweiz die meisten Uhrmacherschulen auf Französisch geführt werden, entschied er sich für eine Schule in Österreich.
Dort lernte er als «Rhabilleur» die Kunst der Reparatur und Restauration. «Im ersten Jahr bauten wir eine Pendeluhr komplett von Hand und lernten so alle notwendigen Techniken von Fräsen, Drehen, Schleifen bis Polieren.» Mit dem Abschluss in der Tasche absolvierte er, zurück in der Schweiz, ein Studium in Maschinenbau, um seine Faszination für die Ingenieurskunst zu vertiefen.
Während des Studiums baute er seine Uhrmacherwerkstatt kontinuierlich aus und konnte sein Angebot sukzessive erweitern. «Der Uhrmacher wird auch der Beruf der tausend Werkzeuge genannt», sagt Dominik Laib. So stehen im Keller unzählige Maschinen zum Fräsen, Polieren und Drehen, sodass er auch Ersatzteile für alte Uhren selbst herstellen kann.
Im Bereich der Vintage-Uhren sehe er ein wachsendes Interesse, meint Dominik Laib. Deshalb ist er froh, am neuen Ort in Elgg genügend Platz zu haben, um auch diesem Kundensegment alle Wünsche erfüllen zu können. Sein Fokus liegt auf der Reparatur von Armband- und Grossuhren. So könne man bei ihm bewusst keine neuen Uhren kaufen, da er als Einmannbetrieb die zeitliche Kapazität nicht habe, um auch noch einen Verkauf zu betreiben.
Zusätzlich zu seinem grossen Umzug und Umbau ist Dominik Laib anfangs September zum zweiten Mal Vater geworden. «Die letzten Wochen waren sehr turbulent und deshalb bleibt ein Eröffnungsfest vorerst aus.» Wer dieses aber nicht abwarten kann und unbedingt das neue Lokal besichtigen möchte, kann dies zu den regulären Öffnungszeiten gerne tun. Momentan ist die Werkstatt von Mittwoch bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr geöffnet. In Zukunft auch am Samstagmorgen von 8 bis 12 Uhr.
Dominik Laib freut sich auf ein neues Kapitel in Elgg.
ANDREJ BLASER