«Neue Wege entstehen, indem wir sie gehen!»
12.05.2026 AadorfDie letzte FEKB-Sitzung unter Kommissions-Präsident Paul Rupper war geprägt von wertschätzenden und emotionalen Abschiedsworten. Ab 1. Januar 2026 hat sich die Politische Gemeinde Aadorf und die Schulbehörde neu organisiert.
Die Kommission FEKB war in der Gemeinde ...
Die letzte FEKB-Sitzung unter Kommissions-Präsident Paul Rupper war geprägt von wertschätzenden und emotionalen Abschiedsworten. Ab 1. Januar 2026 hat sich die Politische Gemeinde Aadorf und die Schulbehörde neu organisiert.
Die Kommission FEKB war in der Gemeinde Aadorf über viele Jahre ein wichtiger Bestandteil zum Auf- und Ausbau der Familienergänzenden Kinderbetreuung. Paul Rupper war seit der Gründung im Jahr 2009 Präsident dieser Kommission und hat massgeblich zur Pionierarbeit beigetragen, so dass Aadorf heute ein gutes Angebot für Familien anbieten kann. Der an diesem Abend würdig gefeierte Protagonist liess seine herausfordernde Amtszeit noch einmal kurz Revue passieren. Irgendwann habe man festgestellt, dass die Betreuung in der jetzigen Form mit noch mehr Schülern im Milizsystem nicht mehr möglich sei, sagte er. Aufgrund der Neuorganisation der Zuständigkeit von Gemeinde und Schule bleiben Kita und Tagesfamilien-Verein selbstständig, für Schulkinder ist bereits seit Anfang Jahr die SEB zuständig. In seiner letzten Sitzung würdigt und verdankt Paul Rupper das grosse Engagement langjähriger Wegbegleiter, so unter anderem die gut funktionierende Kita-Leitung mit Christa Dübendorfer und Cornelia Bianchin. «Mit Christa habe ich angefangen, jetzt hören wir zusammen auf. Jessica Fontana wird neu in deren Fussstapfen treten», informierte er. Im Weiteren bedankte er sich bei Monika Roost-Brunner und Tanja Zünd sowie dem Gemeinderat und anwesenden Schulbehörden-Vertretern für deren gute Unterstützung in all den Jahren.
Pauls Wegbegleiter haben das Wort
Roland Hollenstein blickte kurz auf die Anfangszeit zurück. Ein kantonales Gesetz sei einst für den Aufbau der Familienergänzenden Kinderbetreuung ausschlaggebend gewesen. «Aufgrund dessen haben sich Gemeinde und Schule entschlossen zu handeln. Eine Studie im Jahr 2003 über Bedarf und Angebot in der Politischen Gemeinde Aadorf brachte den grossen Bedarf zutage. Im Frühling 2006 wurde ein Konzept für die Familienergänzende Schülerbetreuung lanciert und im Dezember 2007 ein Tageskonzept für die Betreuung von Kindern», berichtete er. Mit weiteren spannenden Infos aus vergangenen Tagen liess er die Geschichte der FEKB wieder aufleben. Sabina Peter Köstli zeigte sich in ihrem kurzen Rückblick dankbar, mit Roland Hollenstein und später mit Paul Rupper zwei Mitstreiter gefunden zu haben, die mit ihr am gleichen Strick ziehen. «2009 wurde das Angebot erschaffen und das Fundament für ein weitsichtiges Engagement gelegt, das mit viel Herzblut und vielen Arbeitsstunden zur Erfolgsgeschichte wurde. Hinter all diesem Erfolg stehen engagierte Menschen wie Paul, der sich mit Sachverstand, grossem Engagement und viel Überzeugungsarbeit für eine gute und zukunftsgerichtete Sache eingesetzt hat», lautete ihr Dank, der gleichzeitig auch an Roland Hollenstein ging. «Zusammen haben wir etwas aufgebaut und den Alltag von Familien einfacher gemacht und Aadorf damit fortschrittlicher», schloss sie ihre herzliche Rede.
Ein Mann der grossen Taten
«Es ist schwer, für die grossartige Arbeit von Paul Rupper die richtigen Worte zu finden. Du bist nicht der Mann für grosse Worte, sondern grosser Taten. Am 1. Juli 2009 hast Du das Präsidium der FEKB in Aadorf übernommen, wohl nicht wissend, dass du eine Langzeit-Expedition mit Budgetzahlen, Betreuungsstunden, Wartelisten und vielen Sitzungs-Marathons durch die lebendige Welt der Familienergänzenden Kinderbetreuung durchlaufen wirst. Als die Freiwilligen-Arbeit an ihre Grenzen stiess, hast Du analysiert, Lösungen gesucht und gefunden. Um professioneller zu werden, hast Du unter anderem Geschäftsstellen eingeführt. Du hast nicht gewartet, bis Probleme grösser geworden sind, sondern Du hast angepackt und etwas geändert. Du hast nicht nur Wachstum, sondern Quantensprünge geschaffen, Budgetverhandlungen geführt, die fast zur olympischen Disziplin geworden sind. Du hast Strukturen erschaffen, die tragen, Menschen zusammengebracht, die zusammen Grosses geschafft haben und Kinder begleitet, die Du nie gesehen hast. Du hast gezeigt, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen, mit viel Herzblut und Verstand. Im Namen der Bevölkerung, der Schulbehörde, dem Gemeinderat, den Kommissionen und Organisationen danke ich Dir herzlich für Deinen riesigen Einsatz, für Deine Beharrlichkeit und Deine Menschlichkeit», wohl die schönsten und stimmigsten Worte von Gemeinderätin Monika Roost für den scheidenden Präsidenten, welcher mit einem «hilfreichen» Gartenprojekt beschenkt wurde. Unter dem Motto, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steckt, wurde Ehefrau Imelda Rupper mit einem bunten Blumenpräsent «ausgezeichnet».
Schulergänzende Betreuung SEB
Die Auflösung der FEKB sei kein Abschied, sondern eher eine Überführung in die Schulergänzende Betreuung SEB, informierte Tanja Zünd, die in die herzlichen Dankesworte ihrer Vorredner einstieg. «Wir lassen Dich nicht gerne ziehen, schauen aber gleichzeitig gerne auf die Zeit mit Dir zurück», würdigte sie das grosse Engagement von Paul Rupper. «Cornelia Bianchin bleibt uns in der Kita erhalten, Samantha Meile leitet weiterhin die SEB Häuslenen. Die Leitung der SEB in den schulenaadorf bleibt bei Anita Bichsel», informierte Tanja Zünd bei der Ehrung der bleibenden wie austretenden Kommissionsmitglieder Claudia Hasler, Michaela Burren und Daniela Portmann. Herzlich ging es auch beim nachfolgenden Apéro weiter, ein geschichtsträchtiger Abend fand so einen stimmigen Ausklang.
CHRISTINA AVANZINI


