Ich habe die Rekrutenschule absolviert und danach noch einen WK geleistet. Im WK habe ich meine Zeit vor allem in der Beiz verbracht. Nicht, weil ich das wollte, sondern weil es nichts zu tun gab. Das ist kein Einzelfall, ich kenne unzählige solcher Geschichten.
Ich bin anschliessend ...
Ich habe die Rekrutenschule absolviert und danach noch einen WK geleistet. Im WK habe ich meine Zeit vor allem in der Beiz verbracht. Nicht, weil ich das wollte, sondern weil es nichts zu tun gab. Das ist kein Einzelfall, ich kenne unzählige solcher Geschichten.
Ich bin anschliessend zum Zivildienst gewechselt, weil ich der Gesellschaft einen tatsächlichen Beitrag zurückgeben wollte. Ich war bereit, dafür das Eineinhalbfache der verbleibenden Diensttage zu leisten. Was in der Debatte untergeht: Auch im Zivildienst verbrachte ich den grössten Teil der Zeit im Einsatzbetrieb, auch über die Nacht, und war nur am Wochenende zu Hause.
Ich verstehe nicht, warum junge Männer nun zusätzlich dafür bestraft werden sollen, wenn sie mehr Diensttage für die Allgemeinheit leisten wollen. Unsere Arbeitskraft würde in Altersheimen, bei Bergbauern oder in Spitälern fehlen. Und das, obwohl bei der Armee ein Überbestand an Soldaten herrscht.
Ich werde deshalb auf jeden Fall Nein zur Verschlechterung des Zivildienstgesetzes stimmen.
ANDREAS WEIBEL, AADORF