Närrisches Treiben sorgte für Farbe im Dorf
03.02.2026 AadorfAm Sonntag war wieder Fasnacht in Aadorf. Dieses Mal unter dem Motto «Römisch». Bei schönem Wetter zogen die farbenfrohen Gruppen vom Bahnhof bis zum Gemeindehaus, wo weiter gefeiert wurde.
Der 59. Fasnachtsumzug brachte viel Farbe, Musik und Freude ins Dorfzentrum. ...
Am Sonntag war wieder Fasnacht in Aadorf. Dieses Mal unter dem Motto «Römisch». Bei schönem Wetter zogen die farbenfrohen Gruppen vom Bahnhof bis zum Gemeindehaus, wo weiter gefeiert wurde.
Der 59. Fasnachtsumzug brachte viel Farbe, Musik und Freude ins Dorfzentrum. Organisiert vom OK des Fasnachtsvereins, verwandelte sich Aadorf am vergangenen Sonntag in eine bunte Bühne mit Musik, Konfetti und fröhlicher Stimmung. Dieses Jahr nahmen knapp 40 Gruppen teil und sorgten für zufriedene Gesichter und ausgelassene Stimmung.
Zahlreich erschienen waren die Zuschauerinnen und Zuschauer, die mit ihren farbenfrohen Kostümen den Strassenrand säumten. Vor allem die Kinder hatten grosse Freude am Regen aus Konfetti und Süssigkeiten, die von den vielen Wagen in die Menge geworfen wurden. Zum Schluss sah es fast so aus, als ob es wieder geschneit hätte … Kurz nach 14 Uhr ging es los, und die ersten Auftritte liessen nicht lange auf sich warten. Den Anfang machte MuKi Aadorf, verkleidet als herzige Fliegenpilze. Danach wurde es gruselig: Hexen, Galgenvögel, Seelenfänger und ein rauchspeiender Drache lehrten einen das Fürchten. Auf einem der Wagen wurde «der Lukas gehauen», während auf einem anderen Jassen angesagt war. Als Thema hatte der Fasnachtsverein dieses Jahr zwar «Römisch» gewählt, doch selbstverständlich wimmelte es auch von Prinzessinnen, Tierfiguren und anderen Gestalten, bekannt aus Märchen und Geschichten wie zum Beispiel Pippi Langstrumpf. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.
Konzerte und Festwirtschaft
Ab 15 Uhr konnten Familien mit Kindern im Gemeindezentrum den Nachwuchs für die Kindermaskenprämierung anmelden. Ab 15.30 Uhr spielten die Guggen, von denen dieses Jahr leider nur wenige am Umzug teilnahmen, im Gemeindesaal und im Freien zu Konzerten auf. Die Besucherinnen und Besucher konnten derweil in der Festwirtschaft des SC Aadorf mit Würsten und Getränken neue Energie tanken. Die Umzugsgruppen wurden in der Tiefgarage verköstigt.
Um 17 Uhr fand schliesslich die Prämierung der Kindermasken statt. Nochmals gab es fröhliche Gesichter, und die letzten Fasnächtlerinnen und Fasnächtler konnten zufrieden den Heimweg antreten. Es war erneut eine Aadorfer Fasnacht, die begeisterte, auch wenn dieses Jahr gemäss den Veranstaltern die Teilnehmerzahl geringer war als im vergangenen.
Weniger Teilnehmende
Die geringere Anzahl Teilnehmender im Vergleich zum letzten Jahr hat gemäss Vereinspräsidentin Jasmin Braun mehrere Gründe. Dazu zählen insbesondere der zeitliche Aufwand für die Mitwirkenden sowie personelle Veränderungen innerhalb einzelner Gruppen, wie sie erklärt. «Zusätzlich stellten bauliche Veränderungen am Bahnhofsplatz, Vorgaben von Gemeinde und Kanton sowie eine Zunahme von Umzugswagen mit grösseren Dimensionen sowohl die Teilnehmenden als auch das Organisationskomitee vor neue Herausforderungen. Diese Entwicklungen betreffen viele Fasnachtsanlässe und sind kein Einzelfall», so Braun.
Um künftig wieder mehr Personen für die Fasnacht zu begeistern, setzt der Fasnachtsverein Aadorf auf eine frühzeitige Planung, den persönlichen Austausch sowie darauf, die Attraktivität des Anlasses und den gemeinschaftlichen Charakter noch stärker zu betonen.
Mehrere Monate Vorbereitung
Die Vorbereitung der Aadorfer Fasnacht erstreckt sich gemäss der Präsidentin über mehrere Monate, wobei der Aufwand in den letzten Wochen vor dem Anlass deutlich zunehme. Zu den Aufgaben zählen die Organisation und Koordination von Teilnehmenden und Helfenden, die Suche nach Sponsoren und Gönnern sowie diverse logistische Arbeiten. «Trotz dieser Anforderungen soll der Spass am Vereinsleben nicht verloren gehen. Deshalb werden Sitzungen bewusst mit gemeinsamen Essen, dem Feiern von Geburtstagen oder persönlichen Gesprächen kombiniert», sagt die langjährige Fasnächtlerin.
Hohe Bedeutung der Fasnacht im Dorf
Jasmin Braun ist seit elf Jahren in die Organisation der Aadorfer Fasnacht eingebunden und hat in diesem Jahr erstmals das Amt der Präsidentin übernommen. In dieser Zeit habe sich insbesondere der organisatorische und administrative Aufwand verändert, erklärt sie, «während die Bedeutung der Fasnacht als kultureller und gesellschaftlicher Anlass im Dorf konstant hoch geblieben ist. Die Aadorfer Fasnacht zeichnet sich durch ihre starke lokale Verankerung und die Nähe zwischen Teilnehmenden und Publikum aus. Sie lebt vom Engagement der Bevölkerung.»
BETTINA STICHER
BILDER: BETTINA STICHER


















