Nachfolge braucht mehr als finanzielle Planung
22.09.2026 AadorfAm Firmenkunden-Frühstück der Raiffeisenbank Aadorf erhielten Unternehmerinnen und Unternehmer wertvolle Impulse zu den Themen Unternehmensnachfolge und Cyber Security. Die beiden Referenten von Raiffeisen Schweiz zeigten auf, weshalb es sich lohnt, wichtige Zukunftsfragen ...
Am Firmenkunden-Frühstück der Raiffeisenbank Aadorf erhielten Unternehmerinnen und Unternehmer wertvolle Impulse zu den Themen Unternehmensnachfolge und Cyber Security. Die beiden Referenten von Raiffeisen Schweiz zeigten auf, weshalb es sich lohnt, wichtige Zukunftsfragen frühzeitig anzugehen und mit der nötigen Weitsicht zu planen.
Die Nachfolgeplanung gehört zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben einer Unternehmerin oder eines Unternehmers. Gleichzeitig wird oft unterschätzt, wie viele Themen dabei berücksichtigt werden müssen. Am Firmenkunden-Frühstück der Raiffeisenbank Aadorf vom 10. September, zeigte KMU-Finanzexperte Gerhard Oesch auf, dass eine erfolgreiche Nachfolgeregelung weit über finanzielle Aspekte hinausgeht.
Nebst Vorsorge, Vermögen und Steuern spielen auch persönliche Fragen eine zentrale Rolle. Themen wie Familie, Gesundheit, Freizeit, Wohnen oder der Umgang mit dem eigenen Lebenswerk beeinflussen den Nachfolgeprozess oft stärker als erwartet. Entsprechend wichtig sei es, sich frühzeitig mit diesen Fragestellungen auseinanderzusetzen und die Nachfolge nicht erst dann anzugehen, wenn die Übergabe unmittelbar bevorsteht. Wie Gerhard Oesch treffend formulierte: «Der beste Zeitpunkt war vor zehn Jahren. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute.»
Wechselwirkung zwischen Unternehmen und Privatleben
Einen besonderen Fokus legte der Referent auf die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Privatleben. Entscheidungen innerhalb der Firma haben häufig Auswirkungen auf die persönliche Vorsorge, die Vermögenssituation oder die steuerliche Belastung. Umgekehrt beeinflussen private Ziele und Wünsche auch wichtige unternehmerische Entscheidungen. Eine erfolgreiche Planung betrachtet deshalb beide Bereiche gemeinsam.
Ebenso wurde deutlich, wie wichtig eine rechtzeitige Finanz- und Steuerplanung ist. Wer ausreichend Weitsicht zeigt, kann sich zusätzliche Handlungsspielräume schaffen und bessere Voraussetzungen für eine spätere Unternehmensübergabe schaffen. Dabei erinnerte Gerhard Oesch mit einem Zitat von Helmut Schmidt daran: «Wer die Pflicht hat Steuern zu zahlen, der hat auch das Recht Steuern zu sparen.» Entsprechend wertvoll sei eine frühzeitige und vorausschauende Planung.
Nicht zuletzt betonte der Referent die Bedeutung eines starken Netzwerks aus Fachpersonen. Unternehmerinnen und Unternehmer müssten nicht alle Antworten selbst kennen, sollten sich bei wichtigen Fragestellungen jedoch frühzeitig die richtigen Partner an ihre Seite holen. Gerade bei einer Unternehmensnachfolge seien oft unterschiedliche Fachgebiete wie Finanzplanung, Vorsorge, Steuern, Recht und Nachlassplanung miteinander verknüpft.
Cyberrisiken frühzeitig erkennen
Im zweiten Referat sensibilisierte Severin Horvath, Security-Spezialist bei Raiffeisen Schweiz, die Anwesenden für die zunehmenden Cyberrisiken. Er zeigte auf, dass eine gute IT-Hygiene heute für jedes Unternehmen unverzichtbar ist. Zu den wichtigsten Massnahmen gehören die Mehrfaktor-Authentifizierung, regelmässige Updates sowie eine zuverlässige Datensicherung. Viele dieser Empfehlungen lassen sich auch im privaten Umfeld sinnvoll anwenden.
Wertvoller Austausch beim Frühstück
Beim anschliessenden Frühstück nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Referenten und den Mitarbeitenden der Raiffeisenbank Aadorf. Die behandelten Themen sorgten für zahlreiche Gespräche und individuelle Fragestellungen. Dabei wurden verschiedene Aspekte vertieft und Erfahrungen ausgetauscht.
Ein positives Fazit zieht Anton Sopi, Leiter Firmenkundenberatung und stellvertretender Vorsitzender der Bankleitung: «Mir ist insbesondere geblieben, wie wichtig Weitsicht in der finanziellen Planung ist. Die spannenden Gespräche haben gezeigt, dass die Themen viele Unternehmerinnen und Unternehmer beschäftigen. Umso mehr freut es mich, dass daraus bereits erste Anschlussgespräche entstanden sind.»
FLAVIA MEILE, RAIFFEISEN

