Nach Brand in Hagenstal: Familie zeigt grosse Dankbarkeit
09.04.2026 HagenbuchNach dem verheerenden Brand eines Zweifamilienhauses in den frühen Morgenstunden des 29. März im Weiler Hagenstal zeigen sich die betroffenen Familien tief bewegt von der grossen Unterstützung aus der Bevölkerung und durch die Einsatzkräfte.
Kurz vor 6 Uhr ...
Nach dem verheerenden Brand eines Zweifamilienhauses in den frühen Morgenstunden des 29. März im Weiler Hagenstal zeigen sich die betroffenen Familien tief bewegt von der grossen Unterstützung aus der Bevölkerung und durch die Einsatzkräfte.
Kurz vor 6 Uhr bemerkte Gabriela Rechsteiner ein Knallen und schlug Alarm. Innerhalb kurzer Zeit standen Teile des Hauses in Flammen und vernichtete das Zuhause zweiter Familien. Dank des schnellen Handelns konnten jedoch alle Bewohner das Haus rechtzeitig verlassen. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Die Feuerwehr Eulachtal, Stützpunkt Winterthur, Elsau-Schlatt sowie Uster standen rasch im Einsatz und konnten den Brand unter Kontrolle bringen. « Eine unglaubliche Leistung» sagt auch Ueli Rechsteiner, der nebenan wohnt. Besonders bewegend für die Familie: Trotz der dramatischen Lage gelang es den Einsatzkräften, einige persönliche Gegenstände wie den Ehering zu retten – sogar eine Schlange konnte in Sicherheit gebracht werden.
Polizei und Sanität waren unmittelbar nach dem Notruf Vorort und standen den Betroffenen während des gesamten Einsatzes zur Seite.
Beim Versuch, die Situation zu überblicken und seine Familie in Sicherheit zu bringen, musste sich Markus Rechsteiner zwischenzeitlich im Kantonsspital Winterthur behandeln lassen, wo auch seine Frau und die zwei kleinen Kinder betreut wurden. Sie bedanken sich ausdrücklich beim gesamten Team des Spitals für die kompetente und einfühlsame Betreuung.
Unglaublich viel Unterstützung erhalten
Auch von offizieller Seite kam Unterstützung: Gemeinderätin Claudia Meile aus Hagenbuch, die selbst im Feuerwehreinsatz war, half direkt vor Ort. Ebenso war die Elgger Gemeindepräsidentin Ruth Büchi-Vögeli am Einsatzort und bot ihre Hilfe an. Die Behörde von Hagenbuch organisierte umgehend Unterstützung. Gemeindeschreiberin Melanie Thomann und Gemeindepräsident Rolf Sturzenegger sind ebenfalls eine grosse Stütze für die Familien und kümmern sich um die Organisation der Wohnsituation.
Die beiden betroffenen Wohnungen sind derzeit nicht bewohnbar. Für die Bewohner wurde jedoch schnell eine Ersatzlösung gefunden. Bereits ab sofort können sie in einer Unterkunft in Hagenbuch unterkommen.
Besonders tragisch ist die Situation für die Familie Böttinger-Dittus, die erst zwei Wochen zuvor eingezogen war und am Abend vor dem Brand das letzte Bild aufgehängt hatte. «Wir haben uns bereits nach so kurzer Zeit zu Hause gefühlt, nun müssen wir vorübergehend erneut umziehen», berichten sie.
Die Dankbarkeit ist entsprechend gross: «Wir haben unglaublich viel Unterstützung erhalten – von Nachbarn, Freunden und allen, die wir während dieser Katastrophe kennen lernen durften», betont Gernot Böttinger.
Gabriela und Markus Rechsteiner sind überwältigt von den zahlreichen Nachrichten, Sachspenden und finanziellen Hilfen. Sie erhalten zahlreiche Nachrichten, Kleidung, Gegenstände und auch Twint-Überweisungen von Menschen, die sie bisher nicht kannten. Auch wurde ein Spendenaufruf organisiert. All das zeigt die Güte der Menschen in unserer Umgebung.
Die Schule Hagenbuch hat Unterstützung für die Kinder angeboten.
Ein besonderer Dank gilt auch den Schwiegereltern, Lise und Ueli Rechsteiner, deren Wohnung kurzfristig als Unterkunft für die Familie, sowie als Dreh- und Angelpunkt fungierte. «Lise schaut unermüdlich, dass es uns gut geht, kocht für alle und organisiert vieles im Hintergrund», so Gabriela Rechsteiner.
Für Markus Rechsteiner zeigt das Ereignis auch die Verbundenheit: «In so einer Situation merkt man, wie stark der Zusammenhalt ist – auch mit den Nachbarn sind wir noch enger zusammengerückt.»
Ein weiterer Dank geht an lokale Unterstützer und Helfer sowie an die Arbeitgeber der älteren Kinder P. Baumgartner AG und dem Tiefbauamt Wila. Die Fachleute der Gebäudeversicherung, der Firma Fb24 sowie aller involvierten Versicherungen leiteten umgehend die nächsten Schritte ein.
Valentin Schnyder und Heiri Rebsamen waren ebenfalls vor Ort.
Für die betroffenen Familien bleibt der Brand ein einschneidendes Erlebnis und der Verlust geht tief.
Und doch überwiegt neben aller Trauer vor allem die Dankbarkeit. Für die Hilfe, für den Zusammenhalt – und für die vielen Menschen, die in dieser schweren Zeit da sind. Die betroffenen Familien verdeutlichen: «Für all jene, die wir bei dieser Gelegenheit versehentlich nicht namentlich erwähnt haben, möchten wir uns bereits jetzt entschuldigen – Die Zeichen der Solidarität werden bleiben.»
EMANUELA MANZARI

