Mitteilungen aus den Schulen Aadorf: Öfter mal was kaputt
06.10.2026 AadorfSobald die Sommerferien vorbei sind, beginnt die heisse Phase des Budgets. Die aktuellen Werte werden zusammengetragen, die Bedarfslisten ausgefüllt und viele Ideen, Projekte und Visionen müssen für das nächste Jahr konkretisiert werden. Es ist auch immer die Zeit, in der die ...
Sobald die Sommerferien vorbei sind, beginnt die heisse Phase des Budgets. Die aktuellen Werte werden zusammengetragen, die Bedarfslisten ausgefüllt und viele Ideen, Projekte und Visionen müssen für das nächste Jahr konkretisiert werden. Es ist auch immer die Zeit, in der die anstehenden Themen entwickelt und die nächsten Schritte beschlossen werden.
Die Liegenschaften in den schulenaadorf beinhalten naturgemäss sehr viel Betriebs- Unterhalts- und Investitionspotenzial. Mit einem Verwaltungsvermögen von 22,8 Millionen Franken, einem Gebäudeversicherungswert von 109,2 Millionen Franken , sechs Standorten und gefühlt 24 grossen Gebäuden und unzähligen Lager- und Geräteschöpfen, Zufahrtswegen, Rasen-, Spiel- und Parkplätzen läppert sich einiges zusammen.
So müssen unter anderem in sechs Garderoben der Sporthalle die Garderobenhaken ersetzt werden. Da man ein günstiges System gewählt hat beim Bau der Halle, dürfen nun alle Wandverkleidungen demontiert, neue Haken befestigt und wieder alles sauber in Stand gestellt werden. Ja, nach zehn Jahren kann das mal vorkommen, oder… wenn an den Haken geturnt und sich ausgetobt wird, halten sie halt nicht mehr. Dass ein Erneuerungsbetrag von gesamthaft 24’000 Franken zu Diskussionen Anlass gibt, ist verständlich. Dass aber eine Reinigungsangestellter, der auf Kontrolltour geht während dem Umziehen von den Eltern als belästigendes Element ihrer Kinder verrufen wird, ist nicht gerade hilfreich. Diese Erziehungsberechtigten würden ihre Energie besser in Verhalten und Benehmen ihrer Jungmannschaft investieren oder eine Schadenmeldung an die Haftpflichtversicherung.
Auch der Spielturm auf dem Spielplatz Häuslenen hatte eines schönen Morgens viele Schrauben herausgedreht. Die Nachforschungen ergaben, dass dank wöchentlicher Spielplatzkontrollen ein Nagen des Zahnes der Zeit ausgeschlossen werden konnte. Also haben Schüler oder Schülerinnen ihre Kompetenzen im Werkzeuggebrauch, sprich Schraubenzieher, in ihrer Freizeit ausprobiert. Sie waren erfolgreich. Nur, die Instandstellung benötigt abermals einen Fachmann und eine Sicherheitsüberprüfung. Auch budgetrelevant.
Mit diesen beiden kleinen Beispielen können Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, bestimmt abschätzen, dass neugierige Kinder, Vandalismus, unsorgfältige Behandlung und öffentlicher Raum viel Potenzial für Unterhalt haben.
ASTRID KELLER, SCHULPRÄSIDENTIN
