PICTS steht für Pädagogische ICT-Supportpersonen. Ihre Aufgabe ist es, Lehrpersonen dabei zu unterstützen, digitale Medien und Werkzeuge pädagogisch sinnvoll in den Unterricht einzubinden. Diese Rolle löst die bisherigen i-Scouts ab. An den schulenaadorf übernehmen ...
PICTS steht für Pädagogische ICT-Supportpersonen. Ihre Aufgabe ist es, Lehrpersonen dabei zu unterstützen, digitale Medien und Werkzeuge pädagogisch sinnvoll in den Unterricht einzubinden. Diese Rolle löst die bisherigen i-Scouts ab. An den schulenaadorf übernehmen Michael Sidler und Boris Kamphausen diese Aufgabe. Dafür haben sie sich gezielt weitergebildet und bringen ihr Wissen und ihre Erfahrung in den Schulalltag ein. Sie ergänzen damit den technischen ICT-Support (TICTS) um die pädagogische Perspektive.
Digitale Medien sind im Schulalltag längst angekommen. Sie werden im Unterricht ebenso eingesetzt wie bei dessen Vor- und Nachbereitung. Doch ein i-Pad, ein MacBook oder ein Smartboard mit modernen Anwendungen allein machen noch keinen guten Unterricht. Entscheidend ist, wie und wofür die digitalen Möglichkeiten genutzt werden.
Genau hier setzen die PICTS an. Sie unterstützen Lehrpersonen dabei, digitale Werkzeuge dort einzusetzen, wo sie das Lernen sinnvoll bereichern können. Beratung, die Begleitung von Projekten, die Mitarbeit an der Schulentwicklung sowie Weiterbildungen gehören zu diesem vielseitigen Aufgabenbereich.
Wie ein solcher Einsatz aussehen kann, zeigt sich in ganz unterschiedlichen Unterrichtssituationen: Eine Klasse kann beispielsweise die Ergebnisse einer Projektarbeit mit Bildern, Tonaufnahmen oder kurzen Videos dokumentieren und präsentieren. Schülerinnen und Schüler können gemeinsam Ideen sammeln, Texte überarbeiten oder ihre Arbeitsergebnisse auf unterschiedliche Art und Weise darstellen. Auch beim Üben und Vertiefen von Lerninhalten eröffnen digitale Werkzeuge neue Möglichkeiten. Dabei steht nicht das digitale Werkzeug selbst im Mittelpunkt. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Was unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Lernen?
In diesem Schuljahr bauen Michael Sidler und Boris Kamphausen ihr Angebot weiter aus: Wöchentlich bieten sie Kurse in unterschiedlichen Formaten an. Lehrpersonen erhalten so regelmässig Gelegenheit, digitale Werkzeuge kennenzulernen, Neues auszuprobieren und konkrete Ideen für den eigenen Unterricht mitzunehmen. Gleichzeitig schaffen die Kurse Raum für den Austausch: Was hat sich im Unterricht bewährt? Welche neuen Möglichkeiten gibt es? Und bei welchen Herausforderungen lohnt es sich, gemeinsam nach einer guten Lösung zu suchen?
Neben den Kursangeboten bleiben die PICTS nahe am Unterrichtsalltag. Bei konkreten Fragen beraten sie Lehrpersonen und begleiten Projekte. So entsteht Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird: praxisnah und mit Blick auf den konkreten Nutzen für das Lehren und Lernen.
Dabei ergänzen sich pädagogischer und technischer ICT-Support. Während auf technischer Seite eine zuverlässig funktionierende digitale Infrastruktur im Zentrum steht, richten die PICTS den Blick darauf, wie digitale Medien ihr Potenzial im Unterricht bestmöglich entfalten können.
So bedeutet Digitalisierung an den schulenaadorf mehr als funktionierende Geräte und Programme. Sie ist auch Teil der Unterrichts- und Schulentwicklung. Mit Weiterbildung, Beratung, Kursangeboten und praxisnaher Begleitung tragen Michael Sidler und Boris Kamphausen dazu bei, digitale Möglichkeiten dort einzusetzen, wo sie einen echten Mehrwert schaffen: beim Lehren und Lernen.
SVEN KELLER, LEITER BILDUNG DER VOLKSSCHULGEMEINDE AADORF