Mitteilungen aus den Gemeinden: Aus den Schulen Aadorf
12.05.2026 AadorfErfreulicher Rechnungsabschluss 2025
Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Mehrertrag von 1’092’976.24 Franken ab, womit der budgetierte Wert um rund eine Millionen Franken übertroffen wurde. Es waren primär Mehreinnahmen bei den Steuern, ...
Erfreulicher Rechnungsabschluss 2025
Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Mehrertrag von 1’092’976.24 Franken ab, womit der budgetierte Wert um rund eine Millionen Franken übertroffen wurde. Es waren primär Mehreinnahmen bei den Steuern, welche zu diesem positiven Resultat führten.
Das vergangene Jahr war für die schulenaadorf in vielfacher Hinsicht ereignisreich; der Start der Sanierung Sekundarschule Nord, personeller Wechsel der Schulleitung Häuslenen/ Wittenwil, weiterhin knapper Schulraum und schliesslich die Ablehnung des Kredites für einen Neubau auf dem Gelände des Löhrackers waren prägende Herausforderungen. Auch die schulenaadorf kämpfen mit allgemein steigenden Kosten in allen Bereichen.
Kosten Schulbetrieb
Im Schulbetrieb wurde, wo immer es möglich war, der Sparstift angesetzt und so konnten die budgetierten Kosten leicht unterschritten werden. Der grösste Anteil wurde durch kostenbewusstes Vorgehen und Effizienzsteigerungen im Bereich des Liegenschaftenunterhalts erreicht. Die Dachanschlüsse der Pausenhalle wurden aufgrund der Bauverzögerungen (Sek Nord) nicht realisiert. Der Personalaufwand fiel um rund 342’000 Franken höher aus, wogegen der Sachaufwand rund 275’000 Franken tiefer als budgetiert ausfiel. Zudem liegen die Entschädigungen des Kantons für die integrative Sonderschulung um 150’000 Franken höher.
Projektierungskredit Neubau Löhracker
Aufgrund der Ablehnung des Neubaus im Löhracker durch die Stimmberechtigten, musste der gesamte Projektierungskredit in der Höhe von 778’714.60 Franken vollständig abgeschrieben werden, was die Jahresrechnung zusätzlich sehr stark belastet. Infolgedessen wurde der Betrag von 778’000 Franken aus der bestehenden Vorfinanzierung entnommen.
Hierzu erklärt die Schulbehörde: Ursprünglich wurde ein Projektierungskredit von 550’000 Franken an der Gemeindeversammlung im Dezember 2023 bewilligt. Aufgrund steigender Kosten hat die Schulbehörde im Januar 2025 einen Nachtragskredit von 228’000 Franken gesprochen; dies im Rahmen ihrer «Finanzkompetenzen und Kredite» gemäss Gemeindeordnung der Volksschulgemeinde Aadorf, Artikel 18. Es ging damals darum, das Projekt voranzutreiben und weitere Mehrkosten zu vermeiden. Die Rechnungsprüfungskommission hat anlässlich ihrer Prüfung der vorliegenden Rechnung festgehalten, dass ein Nachtragskredit (Abweichung von über zehn Prozent zum gewährten Kredit) zwingend durch den Stimmbürger bewilligt werden muss. Die Schulbehörde hat diese Feststellung zur Kenntnis genommen und in der Folge die entsprechenden Prozesse angepasst.
Steuereinnahmen und Finanz- und Lastenausgleich
Die Mehraufwände konnten dank höherer Einnahmen bei den Steuern aufgefangen werden. Dies ist umso bemerkenswerter, als dass die Kantonsbeiträge an schulenaadorf aufgrund der höheren Steuereinnahmen im Jahre 2024 gegenüber dem Budget, um 1,2 Millionen Franken tiefer ausgefallen sind. Die Steuererträge der juristischen Personen waren rund 1,1 Millionen Franken und jene der natürlichen Personen um rund 0,7 Millionen Franken höher als budgetiert. Bei den Quellensteuern gab es Mehreinnahmen von rund 142’000 Franken. Die Grundstückgewinnsteuern sanken gegenüber dem Budget hingegen um 142’000 Franken.
Investitionen
Fürs 2025 waren Investitionen von rund 5,5 Millionen Franken geplant. Effektiv weist die Rechnung nun einen Nettoaufwand von rund 3,27 Millionen Franken aus. Aufgrund des Schadenfalls bei der Sanierung im Schulhaus Sekundarschule Nord im Herbst 2025 und der damit verbundenen Verzögerung fielen die Investitionen massiv tiefer aus. Zudem fielen tiefere Kosten von rund 113’000 Franken bei der dritten Tranche der Erneuerung der Klassenzimmerausstattungen mit Screens, Möbel und Beleuchtung an.
Bilanz
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,2 Millionen Franken angestiegen. Auf der Aktivseite hat das Finanzvermögen um 0,9 Millionen Franken und das Verwaltungsvermögen um 1,3 Millionen Franken zugenommen. Auf der Passivseite steigt das Fremdkapital um 1,4 Millionen Franken. Die Vorfinanzierungen für den zukünftigen Schulhausneubau konnten aufgrund des positiven Abschlusses mit den budgetierten 500’000 Franken auf Total 922’000 Franken geäufnet werden.
Überschussverwendung
Die Jahresrechnung wurde im Auftrag und in Absprache mit der Rechnungsprüfungskommission sowie der Schulbehörde von einer externen Revisionsstelle geprüft. Die Übereinstimmung mit den kantonalen und kommunalen gesetzlichen Vorschriften wurde im Revisionsbericht bestätigt. Die daraus resultierenden Empfehlungen werden von der Behörde und der Verwaltung nun laufend umgesetzt.
Die Schulbehörde beantragt die Jahresrechnung anzunehmen und den Mehrertrag in der Höhe von 1’092’976.24 Franken in einem ersten Schritt dem Eigenkapital zuzuwenden. In der Folge sollen 1’078’000 Franken in die Vorfinanzierung für einen Neubau überführt werden (neu Total 2,0 Millionen Franken). Damit soll der Mehrertrag zweckgebunden verwendet werden. Das Eigenkapital steigt somit um die restlichen 14’976.24 Franken und beträgt neu rund 7,7 Millionen Franken.
Investitionen in den Folgejahren
Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2025 wurde im Rahmen des Finanzplans auf die anstehenden Investitionen hingewiesen. Wir gehen in den nächsten Jahren, aufgrund der zahlreichen Bautätigkeiten, weiter von einem Anstieg der Schülerinnenund Schülerzahlen aus.
Die Schulbehörde ist sich der Verantwortung bewusst und setzt weiterhin alles daran, das Vertrauen der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu wahren und mit den Steuermitteln sorgsam, haushälterisch und zweckgebunden umzugehen.
Die detaillierten Zahlen zum Abschluss 2025 sowie die diversen Auswertungen und Kennzahlen des Anhangs finden Sie auf unserer Homepage (www.schulenaadorf.ch - Rubrik Über uns - Verwaltung).
Die Schulbehörde und die Rechnungsprüfungskommission empfehlen den Stimmberechtigten, die Rechnung an der Urnenabstimmung am 14. Juni 2026 zu genehmigen und verdanken der Schulverwalterin Brigitta Minikus Rüegg die genaue Rechnungsführung.
DANIEL MÜLLER, RESSORT FINANZEN UND SOZIALES


