Die Mittagstische in Ettenhausen und Guntershausen sind weit mehr als ein Verpflegungsangebot. Dass Teams um Claudia Hasler und Michaela Burren diese Aufgabe jahrelang mit Herzblut erfüllt haben, verdient höchste Anerkennung.
Nun steht mit der Übernahme durch die ...
Die Mittagstische in Ettenhausen und Guntershausen sind weit mehr als ein Verpflegungsangebot. Dass Teams um Claudia Hasler und Michaela Burren diese Aufgabe jahrelang mit Herzblut erfüllt haben, verdient höchste Anerkennung.
Nun steht mit der Übernahme durch die «schulenaadorf» ein bedeutender Strukturwechsel an. Es ist nachvollziehbar, dass eine Professionalisierung gewisse Sicherheiten und verlässliche Standards bietet. Doch dieser Schritt wirft auch wichtige Fragen auf, die sorgfältig abgewogen werden sollten: Wie gelingt es, die gewachsenen, persönlichen Strukturen zu erhalten, ohne sie in einem anonymen Verwaltungsapparat aufgehen zu lassen? Es besteht die Sorge, dass durch die Institutionalisierung der Erziehung die Eigenverantwortung und Souveränität der Familien schleichend in den Hintergrund rücken. Zudem gilt es kritisch zu prüfen, wie die Balance zwischen notwendiger Professionalität und der Vermeidung von unnötiger Bürokratie sowie einer dauerhaften Mehrbelastung der Steuerzahler gewahrt bleibt.
Lebendige Gemeinschaft wächst aus persönlichem Engagement und nachbarschaftlicher Fürsorge, nicht aus staatlicher Verwaltung. So zeigt ein Gemeinwesen wahre Stärke dort, wo der Staat das Engagement seiner Bürger unterstützt und ergänzt, anstatt es zu verdrängen.
ANDREAS SIGRIST, GUNTERSHAUSEN, KANTONSRAT EDU