Am Sonntagmorgen lockte der Badi-Gottesdienst zum Schulanfang zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Freibad Heidelberg in Aadorf. Hauptthema waren Mut und Vertrauen – im Leben und auch für die Schule von zentraler Bedeutung.
Kirche an einem anderen Ort erleben: Die Badi in ...
Am Sonntagmorgen lockte der Badi-Gottesdienst zum Schulanfang zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Freibad Heidelberg in Aadorf. Hauptthema waren Mut und Vertrauen – im Leben und auch für die Schule von zentraler Bedeutung.
Kirche an einem anderen Ort erleben: Die Badi in Aadorf eignet sich bestens dafür. Vor allem, wenn auch noch das Wetter perfekt mitspielt. Zumindest sind die Gottesdienste, die hier abgehalten werden, sehr beliebt, wie Pfarrer Steffen Emmelius von der reformierten Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen verriet. Am vergangenen Sonntag zeigten dies eindrücklich auch die Teilnehmendenzahlen. Nicht immer sind die Reihen in den Kirchen so gut besetzt und die Stimmung dermassen entspannt und zufrieden.
Noch bei angenehmen Temperaturen im Schatten wurde hier in lockerer Atmosphäre und auf vollen Bänken gesungen, gebetet, nachgedacht, gefeiert und die Gemeinschaft gepflegt, während die ersten Badegäste im Hintergrund bereits ihre Runden im Wasser drehten.
Mut für den Neustart
Thema war der bevorstehende Schulstart und in diesem Zusammenhang Mut und Vertrauen. Das Neue bringe sowohl Herausforderungen und Ängste als auch viele Chancen mit sich, sagte Pfarrer Emmelius, der nebenbei mit der Band an der elektronischen Orgel für die musikalische Umrahmung sorgte. «Mit dem neuen Schuljahr wagen wir Schritte ins Unbekannte und da ist es gut, wenn wir dabei nicht allein sind.»
Es sei gut, wenn man sich daran erinnere, dass Gott einen begleite und manchmal auch den Weg zeige. Unterstrichen wurde diese Aussage immer wieder mit Liedern und Bibelstellen, zum Beispiel der Geschichte von Petrus, der sich getraute, über das Wasser zu gehen, dann aber doch noch zweifelte. Emmelius bezeichnete dies als eine Lektion von Vertrauen, Glauben und Zweifel, eine symbolhafte Geschichte über das Vertrauen zu Gott, das einen trage. Er stellte dabei auch einen Vergleich an mit Kindern, die schwimmen lernen und sich darauf einlassen, zu vertrauen, dass das Wasser sie trage.
Kinder erhielten Bibel
«Die Bibel mit ihren Texten zum Thema Vertrauen möchte eine Orientierungshilfe sein und durchs Leben helfen. Man braucht keine Angst zu haben, wenn Neues auf einen zukomme», so der Pfarrer. Die Viertklässler und in gemeinsam geführten Klassen auch die Drittklässler erhielten zum Schluss eine Bibel geschenkt, auch für den Unterricht. Gott solle sie leiten und begleiten auf all ihren Wegen, in guten und auch in schwierigeren Zeiten.
Gebetet und Gott um seine Unterstützung gebeten wurde für die Schülerinnen und Schüler und deren Angehörige im neuen Schuljahr. Ebenso für alle Menschen, die vor neuen Herausforderungen oder schweren Entscheidungen stehen, Ängste und Unsicherheiten erleben, eine schwierige Zeit durchmachen, traurig oder krank sind oder Trost brauchen. «Sie alle sollen darauf vertrauen können, begleitet und gehalten zu werden.»
Im Anschluss an den Gottesdienst bekamen die Schulkinder der betreffenden Klassen aus den verschiedenen Ortsteilen ihre Bibeln, danach gab es noch Ankündigungen zu verschiedenen Veranstaltungen und eine Kollekte. Schliesslich klang der gemütliche Sonntagmorgen in der Badi bei einem kleinen Apéro aus. Und wer wollte, konnte sich nun bei zunehmend heisseren Temperaturen ins kühle Nass begeben.
BETTINA STICHER