Meine grösste Grenzerfahrung
31.10.2026 ElggFünfeinhalb Monate, 3000 Kilometer und 150’000 Höhenmeter: Heinz Egli umrundete die Schweiz möglichst nahe entlang der Landesgrenze. Am Mittwoch, 11. November, erzählt er im Pfarreizentrum St. Georg in Elgg von seinem aussergewöhnlichen Abenteuer.
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Fünfeinhalb Monate, 3000 Kilometer und 150’000 Höhenmeter: Heinz Egli umrundete die Schweiz möglichst nahe entlang der Landesgrenze. Am Mittwoch, 11. November, erzählt er im Pfarreizentrum St. Georg in Elgg von seinem aussergewöhnlichen Abenteuer.
Was bedeutet es, die Schweiz zu Fuss zu umrunden? Was entdeckt man entlang der Landesgrenze, abseits der bekannten Wanderwege? Und wie verändert eine solche Reise den Blick auf das eigene Leben?
Heinz Egli hat sich diesen Fragen auf ganz praktische Weise gestellt. In fünfeinhalb Monaten legte er rund 3000 Kilometer und 150’000 Höhenmeter zurück. Seine Route führte entlang der Landesgrenze durch fünf Nachbarländer, zwei Enklaven und 15 Kantone. Dabei begegnete er mehr als 7000 Grenzpunkten, historischen Grenzsteinen, überraschenden Landschaften und wenig bekannten Orten. Auch die äussersten Punkte der Schweiz gehörten zu seiner Entdeckungsreise.
Ein neuer Weg im Leben
Heinz Egli, Jahrgang 1965, wuchs im Toggenburg auf. Als ausgebildeter Vermesser und Raumplaner arbeitete er viele Jahre in der Stadtplanung, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie in der Standortförderung. Im Jahr 2020 entschied er sich für einen grundlegenden Wechsel: Er gab seine berufliche Anstellung und seinen Wohnsitz auf, um sich dem Weitwandern und neuen Lebensformen zu widmen. Nach Wanderungen durch den Alpenbogen führte ihn sein Weg 2022 rund um die Schweiz. Heute ist er freiberuflich tätig, vorwiegend im Outdoorbereich, und engagiert sich auch gemeinnützig.
Die Grenze als Kulturerbe
Auf seiner Tour begegnete Egli der Landesgrenze nicht nur als geografischer Linie. Er entdeckte sie als historisches Kulturerbe, das von der Entwicklung der Schweiz und ihrer Nachbarregionen erzählt. Besonders die oft kunstvoll gestalteten Grenzsteine haben es ihm angetan. Sie dokumentieren politische Veränderungen und machen Geschichte im Gelände sichtbar.
Doch die Wanderung brachte auch Überraschendes, Kurioses und Nachdenkliches zutage. Grenzen können trennen, aber ebenso verbinden. Das zeigt sich in Grenzdörfern, in unterschiedlichen Sprachregionen und im Alltag der Menschen, die auf beiden Seiten einer Landesgrenze leben und arbeiten.
Eine weitere Erfahrung begleitete Egli während seiner Reise: Er war über lange Zeit zu Fuss unterwegs und lebte mit dem, was er auf dem Rücken tragen konnte. Was braucht es wirklich, um unterwegs zufrieden zu sein? Welche Begegnungen bleiben in Erinnerung? Und welche Erkenntnisse entstehen, wenn man sich Zeit nimmt und Schritt für Schritt vorwärtsgeht?
Bilder, Geschichten und persönliche Einblicke
Mit eindrücklichen Bildern und persönlichen Geschichten nimmt Heinz Egli das Publikum mit auf seine Reise. Er berichtet von besonderen Begegnungen, unerwarteten Entdeckungen und den Herausforderungen einer Wanderung dieser Dimension. Dabei geht es nicht nur um Kilometer und Höhenmeter, sondern auch um persönliche Grenzen, neue Perspektiven und die Freude am Unterwegssein.
Jürgen Kaesler führt das Gespräch mit Heinz Egli und fragt nach den Erlebnissen, die ihn besonders geprägt haben, und nach den Erkenntnissen, die er aus seiner Grenzerfahrung mitnimmt.
Der Abend findet am Mittwoch, 11. November, um 19 Uhr im katholischen Pfarreizentrum St. Georg in Elgg statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Schweiz aus einer ungewohnten Perspektive kennenzulernen und sich von einer Reise inspirieren zu lassen, die weit über das Wandern hinausgeht. Eintritt frei, Kollekte.
(MITG)
Quellenangabe
Die biografischen Angaben und die Projektinformationen beruhen auf dem Autorenporträt des Verlags und der Projektbeschreibung von Heinz Egli. novum Verlag
www.stadt-land-spirit.ch

