Auf den letzten Samstag lud die Alfred-Huggenberger-Gesellschaft zur Lesung im Wald. Beim Huggenberger-Schöpfli oberhalb der Aumühle bei Frauenfeld lauschten gegen 50 Personen dem Gerliker Heinz Böckli, der in seiner unverkennbaren, authentischen Weise Gedichte und Texte von Alfred ...
Auf den letzten Samstag lud die Alfred-Huggenberger-Gesellschaft zur Lesung im Wald. Beim Huggenberger-Schöpfli oberhalb der Aumühle bei Frauenfeld lauschten gegen 50 Personen dem Gerliker Heinz Böckli, der in seiner unverkennbaren, authentischen Weise Gedichte und Texte von Alfred Huggenberger rezitierte. Eine kleine Festwirtschaft lud an diesem lauen Nachmittag zum Verweilen.
Das sonnenbeschienene Blätterdach der Buchen, das frische Grün des Jungwuchses, das Vogelgezwitscher gaben der Lesung einen besonderen Rahmen. Mitten in dieser Naturoase verstand es Heinz Böckli seine Zuhörerschaft zu fesseln. Seine Vortragskunst belebte Gedichte zu Geschichten, weckten die anno dazumal in ein Gedicht gegossene Modernisierung der Landwirtschaft Gedanken zur heutigen Digitalisierung der Gesellschaft, und Böckli brachte den Dichter den Zuhörerinnen und Zuhörern näher mit Auszügen aus der Biografie Huggenbergers oder der Wiedergabe einer Geschichte des Zürcher Oberländer Dichters Otto Schaufelberger, der eine Begegnung mit Alfred Huggenberger beschrieb und ihn darin charakterisierte. Das Gedicht über den «Mer sött» schliesslich stand für die Zeitlosigkeit, welche die zahlreichen während der Lesung berührten Themen besitzen.
Die Lesung wurde durch Regio Frauenfeld und die Thurgauer Kantonalbank sowie Ammans Hof Häuslenen unterstützt, wofür die Veranstalterin bestens dankt. Für nächstes Jahr ist der Anlass wiederum geplant.
ERNST BÜHLER, PRÄSIDENT ALFRED-HUGGENBERGER-GESELLSCHAFT