Komm, wie du bist – und koste die Welt!
30.08.2025 ElggBunt, lebendig und offen für alle: Morgen Sonntag lädt die Pfarrei St. Georg in Elgg zum grossen Fest der Kulturen ein. Nach einem Gottesdienst zum Schulstart ab 10 Uhr beginnt ab 11 Uhr ein Tag voller Begegnung, internationaler Spezialitäten, Kinderprogramm und herzlicher ...
Bunt, lebendig und offen für alle: Morgen Sonntag lädt die Pfarrei St. Georg in Elgg zum grossen Fest der Kulturen ein. Nach einem Gottesdienst zum Schulstart ab 10 Uhr beginnt ab 11 Uhr ein Tag voller Begegnung, internationaler Spezialitäten, Kinderprogramm und herzlicher Gemeinschaft. Der Eintritt ist frei – willkommen ist jede und jeder.
Ein Tag der Vielfalt, des Austauschs und der gelebten Gemeinschaft erwartet die Besucherinnen und Besucher am morgigen Sonntag bei der katholischen Pfarrei St. Georg Elgg. Unter dem Motto «Fest der Kulturen» lädt die Pfarrei zu einem besonderen Begegnungsfest ein – ein Höhepunkt im Jahresprogramm, das ganz im Zeichen der Begegnung steht. Der Tag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst zum Schulbeginn, der von rund 20 Kindern mitgestaltet wird. Auch wenn der Gottesdienst ein schöner Auftakt ist, betont Gemeindeleiter Jürgen Kaesler, dass niemand verpflichtet ist, daran teilzunehmen, um anschliessend beim Fest dabei zu sein. «Jede und jeder ist willkommen – ganz unabhängig vom religiösem Hintergrund», so Kaesler.
Kulinarische Weltreise
Ab 11 Uhr beginnt das eigentliche Fest der Kulturen mit einem gemeinsamen Mittagessen – und dieses wird zum kulinarischen Highlight: Menschen aus Italien, Mexiko, Polen, der Türkei, Guatemala, Kroatien, Portugal, dem Kosovo und der Schweiz bereiten landestypische Spezialitäten vor, um sie an farbenfrohen Ständen zu präsentieren. Auch zwei kurdische Frauen aus Syrien beteiligen sich am kulinarischen Austausch. Die Gerichte sind selbstgemacht, die Stimmung herzlich – und das Essen gibt es kostenlos. Wer möchte, kann einen freiwilligen Beitrag in die bereitstehenden Unkostenkassen an den Ständen werfen. Die Pfarrei übernimmt die Kosten für die eingekauften Zutaten.
Gemeinschaft erleben – spielerisch und bunt
Das Fest wurde vom Pfarreirat organisiert, mit Hilfe zahlreicher Freiwilliger, die sich im Vorfeld auf einer Liste in der Kirche für verschiedene Aufgaben eintragen konnten – sei es für den Auf- und Abbau, für die Unterstützung an den Ständen oder durch das Mitbringen von Salaten und Kuchen für das Dessertbuffet. Ein abwechslungsreiches Kinderprogramm sorgt dafür, dass auch die kleinen Gäste auf ihre Kosten kommen: Vom beliebten Fische-Angeln aus dem Brunnen über Spielstände bis hin zu einem Länderflaggen-Memory oder einem Weltreisespiel – es wird viel geboten. Jugendliche aus der Pfarrei betreuen das Programm, unterstützt von Kirchgemeindemitgliedern.
Auch die Dekoration spiegelt die kulturelle Vielfalt wider: Länderflaggen, fröhliche Farben und Musik aus aller Welt sorgen für eine lebendige Atmosphäre. Für die musikalische Untermalung wird internationale Hintergrundmusik ab CD gespielt.
Ein Fest, das Brücken baut
Das Begegnungsfest ist Teil eines grösseren Engagements der Pfarrei, wie Jürgen Kaesler erklärt:
«Das Jahresmotto der Katholischen Kirche in Elgg ist die Begegnung. Dazu fanden schon verschiedene Veranstaltungen statt, etwa die ‹Lange Nacht der Kirchen› mit einer Ausstellung. Das Begegnungsfest ist nun der Höhepunkt.» Mit Angeboten in Elgg wie dem Café International zeige das Landstädtchen, wie interkultureller Austausch gelingen kann. «Die katholische Kirche ist sehr stark migrantisch geprägt und lebt davon. Menschen aus anderen Ländern finden hier eine Heimat, und das belebt unsere Kirche auf wunderbare Weise. Auch unser Pfarreirat ist kulturell vielfältig besetzt, was neue Perspektiven eröffnet», so Kaesler.
Ziel des Fests ist es nicht nur, gemeinsam zu feiern, sondern auch, Begegnung zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und Gemeinschaft über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg zu leben.
«Das ökumenische Leben in Elgg empfinde ich als enorme Bereicherung», sagt Kaesler abschliessend. «Solche Feste zeigen, wie viel Kraft im Miteinander liegt.»
SARAH STUTTE