Kandidaten stellten sich persönlich vor
24.01.2026 ElggDiese Woche stellten sich an drei Abenden Kandidierende für die kommunalen Erneuerungswahlen in Elgg vor. In kleiner Runde erfuhr man im Bärensaal Spannendes über deren Motivation, die privaten und beruflichen Hintergründe sowie ihre Beziehung zum Städtli.
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Diese Woche stellten sich an drei Abenden Kandidierende für die kommunalen Erneuerungswahlen in Elgg vor. In kleiner Runde erfuhr man im Bärensaal Spannendes über deren Motivation, die privaten und beruflichen Hintergründe sowie ihre Beziehung zum Städtli.
Die erste Vorstellungsrunde der Kandidierenden fand am letzten Montag im Bärenhof Kultursaal statt. Es folgten zwei weitere am Mittwoch- und am Donnerstagabend. Gemessen an der kurzen Zeit war vieles zu erfahren über die Personen, die sich der Wahl für die Behörden-Ämter stellen wollen. Ebenfalls spannende Informationen erhielt man bei dieser Gelegenheit über das Städtli Elgg. So wurde mehrfach betont, wie lebendig das Gemeindeleben sei und wie wohl man sich hier fühle. Auch wenn, wie Moderator Bernard Egg, bei der Begrüssung betonte, «die Zeiten vorbei sind, in denen in Elgg jeder jeden kennt».
Zum Anlass geladen hatte die SP Elgg-Hagenbuch, mit dem Ziel, den Kandidatinnen und Kandidaten parteiunabhängig die Gelegenheit zu bieten, sich der Öffentlichkeit vorzustellen. «Wir wollen damit einen Beitrag zu guten Wahlen leisten und Demokratie, Transparenz und den direkten Austausch fördern», erklärte Co-Präsidentin Barbara Fehr-Hadorn gegenüber der «Elgger/ Aadorfer-Zeitung».
Spannende Informationen am Speed-Dating
Der Zeitplan an den drei Abenden war bewusst straff gehalten. Bernhard Egg bezeichnete es als «Speed-Dating». Eine Viertelstunde Zeit gab es pro Kandidat, pro Kandidatin. Dank der persönlichen Präsentationen erhielt man Einblicke in die privaten und beruflichen Hintergründe der Kandidierenden, ihre Motivation, ihre Beziehung zu Elgg und der Bevölkerung, ihre politischen Ziele. Sie betonten dabei aber immer wieder, dass ihnen die Zusammenarbeit wichtig sei.
Ob mit oder ohne Kinder, in Elgg aufgewachsen oder neu zugezogen, jünger oder älter, viele der sich zur Wahl stellenden Personen engagieren sich bereits in einem Verein, der Schule, in der Nachbarschaft oder haben dies noch vor. Die Angaben zur Motivation reichten von «schon immer gewünscht» bis zu «schleichendem Prozess». Verschieden sind nebst Parteizugehörigkeit und Lebenssituation die genannten Charaktereigenschaften und Ziele, die von «lösungsorientiert über empathisch, engagiert, eigenverantwortlich, teamfähig, Kontinuität und Konstanz anstrebend», bis zu «für die Sache sein, zusammenwachsen und eine stimmige Lösung finden», reichten.
Gemeinsamkeiten betont
Bei allen Unterschieden ist den Kandidierenden, wie aus den Beiträgen der Vorstellungsrunden herauszuhören war, gemeinsam, dass sie Elgg als Gemeinde mit einem intakten Vereinsleben schätzen, dem Städtli «etwas zurückgeben und zu dessen Weiterentwicklung beitragen, sich in die Gesellschaft einbringen wollen». Auch die persönliche Weiterentwicklung war ein Thema: «sich in etwas Neues einarbeiten oder hineinsehen». Betont wurde auch, dass man an einem Austausch und einem respektvollen Umgang miteinander interessiert sei und nicht an Partei-Grabenkämpfen. Bereits Vorfeld hatten sich die Kandidatinnen und Kandidaten Gedanken gemacht über die Vereinbarkeit des angestrebten Amtes mit Beruf und Familie.
In der Fragerunde wurde ihnen auf den Zahn gefühlt, wie sie in Elgg integriert sind, welches ihre Motivation ist und welche und Ziele sie verfolgen, wie sie zu einem Thema politisch stehen und ob sie genug Zeit mitbringen für die nicht zu unterschätzenden Aufgaben. «Dass man hier über alle Parteigrenzen hinweg zusammensitzen und Lösungen finden kann», zeichne Elgg aus, erklärte Moderator Bernhard Egg im Rahmen der ersten Runde.
BETTINA STICHER

