Juni-Wanderung der Hagenbucher Wandergruppe
23.06.2026 HagenbuchNicht immer geht es so früh los. Aber diesmal hat unser Wanderleiter so einiges mit uns vor. Erst geht’s per Postauto nach Frauenfeld, dann weiter nach Diessenhofen. Schon die Fahrt führt uns durch Dörfer und Gegenden, die vielleicht nicht allen bekannt und vertraut sind. Wir ...
Nicht immer geht es so früh los. Aber diesmal hat unser Wanderleiter so einiges mit uns vor. Erst geht’s per Postauto nach Frauenfeld, dann weiter nach Diessenhofen. Schon die Fahrt führt uns durch Dörfer und Gegenden, die vielleicht nicht allen bekannt und vertraut sind. Wir bestaunen schöne Riegelhäuser und viele andere interessante Gebäude. Und wir fragen uns, was da auf den Feldern wächst und gedeiht. Der Gesprächsstoff geht unterwegs nicht aus. Die Wanderteilnehmer haben sich immer viel zu erzählen und zu diskutieren.
In Diessenhofen angekommen, geht’s rassig los. Noch ist keine Zeit für die Besichtigung des Städtchens. Wir müssen endlich zu unserem üblichen Startkaffee, der diesmal im St. Katharinental genossen wird. Das ehemalige Kloster ist heute eine Rehabilitationsklinik, die zur Spitalgruppe Spital Thurgau gehört.
Eine schöne Gartenwirtschaft, unmittelbar am Rhein, wartet auf uns. Hier werden auch die ersten Fotos geschossen. Die schöne Holzbrücke von Diessenhofen – ein herrliches Bild!
Weiter geht’s Richtung Schaffhausen, durch den Schaarenwald, immer schön dem Rhein entlang. Richtiges Wanderwetter – aber im Schatten und bei Wind eher auf der kühlen Seite. Schöne, abwechslungsreiche Vegetation, alte Bäume, bunte Wiesen und Schilf werden bewundert und vieles mit der Kamera festgehalten. Da entdecken wir eine Haubentauchermutter mit ihren Jungen. Nicht alle schaffen den Aufstieg auf den Rücken der Mutter! Auch eine ganze Schwanenfamilie zeigt sich uns: Eltern mit vier Schwanenkindern. Sie scheinen sich an Touristen gewöhnt zu haben, sind aber doch sehr wachsam und wollen uns wohl nicht zu nahe an ihren Nachwuchs heranlassen.
Es begegnen uns schöne Grillplätze, Bunker aus der Kriegszeit und nur wenige andere Wanderer.
Luxus pur
Wie immer auf unseren Wanderungen hat Sämi Eggler auch diesmal in einem schönen Restaurant Plätze für die Gruppe reserviert. Wir sitzen im Garten des Camping Schaffhausen. Da lerne ich auch das Wort «Glamping» kennen, eine Kombination aus «glamorous» und «camping». Es gibt Glamping-Zelte mit Strom, Kühlschrank, Kaffeemaschine und Lounge-Möbeln. Luxus pur im Zelt!
Aber wir geben uns ganz der Kulinarik hin. Es wird gegessen und geplaudert, es werden Witze erzählt und viel gelacht. Auch Luxus pur!
Weiter Richtung Schaffhausen! Nur kurz geht’s der Hauptstrasse entlang, dann wieder hinunter zum Rhein und schliesslich über die Brücke zur Schiffhaltestelle. Es bleibt noch genügend Zeit für ein herrliches Eis. Auch das hat Sämi schon vorher ausgekundschaftet! Ein Eisstand mit der längsten Warteschlange muss wohl der beste sein!
Mit dem Schiff Munot geht’s nun wieder zurück nach Diessenhofen. Die Tapferen nisten sich auf dem Oberdeck ein, andere im eher wärmeren Restaurant des Schiffes. Während der Schifffahrt betrachten wir alle nochmals unsere Wanderstrecke von der anderen, gemütlichen Seite.
Da der Wasserstand des Rheins zurzeit sehr niedrig ist, kann der Schiffsverkehr zum Untersee nicht aufrechterhalten werden. Das bedeutet, dass es nur einen Pendelverkehr zwischen Schaffhausen und Diessenhofen gibt. Das grosse Schiff muss auf dem Rhein also wieder um 180 Grad drehen, bevor es die Rückreise in Angriff nimmt. Auch dieses Manöver ist sehenswert und muss fotografiert werden.
Jetzt haben wir Zeit, das Städtchen Diessenhofen anzusehen. Es ist um einiges weniger touristisch als zum Beispiel Stein am Rhein oder Schaffhausen, aber nicht weniger sehenswert.
Mit dem Postauto geht’s dann wieder zurück über Frauenfeld nach Hagenbuch. Es war ein sehr schöner, interessanter und gemütlicher Tag. Sämi hat uns – wie jeden Monat – durch eine schöne Gegend geführt. Herzlichen Dank dafür!
EDELTRAUT SIEGWART

