Jung gegen Alt? Eher Jung mit Alt!
14.07.2026 Elgg, RegionDer Tambourenverein Elgg nahm mit zwei Pfeifergruppen und einer Tambourensektion am Ostschweizerischen Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspiel in Appenzell teil.
Alle vier Jahre findet das Verbandswettspiel des ostschweizerischen Tambourenverbandes statt. Da der Tambourenverein Elgg der ...
Der Tambourenverein Elgg nahm mit zwei Pfeifergruppen und einer Tambourensektion am Ostschweizerischen Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspiel in Appenzell teil.
Alle vier Jahre findet das Verbandswettspiel des ostschweizerischen Tambourenverbandes statt. Da der Tambourenverein Elgg der letzte Verein mit Pfeifern und Tambouren im Verbandsgebiet ist, musste man gegen viele Gäste aus dem Baselbiet antreten. Aber der Reihe nach.
Am Freitag standen die Jungtambouren im Einsatz. Bei der Einzelkonkurrenz mussten sie vor einer Jury zwei Märsche und eine Auswahl von Grundlagen präsentieren. Die sechs Tambouren zeigten eine solide Leistung, leider reichte es Lio Helfenstein um 0,5 Punkte nicht zur Auszeichnung.
Am Samstag hiess es Grosskampftag. Mit über 40 Teilnehmern und Teilnehmerinnen mache sich der Tambourenverein Elgg in zwei Tranchen nach ab und sind auf. Die Einzelspieler mit Piccolo mussten bereits am Vormittag vorspielen. Als erstes erwischt es den Sektionsleiter Philipp Fuchs, welcher mit zwei anspruchsvollen Stücken auf dem 13. Platz landete und eine Auszeichnung erspielte.
Bei den Jungen dominierte der Verein durch ihre Anzahl. acht von 15 Teilnehmenden stammten aus dem Landstädtchen. Mit dem geteilten fünften Rang von Jori Grimm und Ben Straumann sowie dem achten Platz von Gian-Noah Valsecchi konnten drei Auszeichnungen nach Elgg gebracht werden. Die Leiter erfreuten sich der grossen Teilnahme und konnten von der Jury ein Lob für die hörbaren Fortschritte überbringen.
Sektionswettspiel
Weiter ging es nach einer Mittagspause mit den Sektionen. Weil für die jungen Pfeifern keine Sektion vorgesehen war, mussten sie sich gegen die aktiven Erwachsenen messen. So ergab sich die Situation, dass der TV Elgg doppelt in der gleichen Kategorie startete und gewisse Pfeifer zweimal antreten durften. Mit zwei schwierigeren Stücken legten die Aktiven vor. Leider konnte die Jury nicht restlos überzeugt werden und man holte 66.80 von 80 möglichen Punkten. Die Jungen gingen kein Risiko ein und konnten durch zwei solide Vorführungen die Jury überzeugen. Dabei überholten sie die Aktiven um 0,3 Punkte. Leider Genügte auch dies nicht um die Übermacht der Basler Vereine zu schlagen und wann erreichte die Plätze sieben und acht.
Parallel zu den Sektionswettspielen der Pfeifer starteten die Jungtambouren unter der Leitung von Dani Schwyter. Nach einem sehr guten ersten Vortrag, dem Munggi, erreichte man den zweiten Platz auf diesem Juryplatz. Leider waren der zweite Vertrag und die Grundlagen nicht so sauber, sodass am Ende der siebte Platz herausschaute. Die Ausgangslage war auch nicht die einfachste, da man noch Unterstützung vom Tambourenverein der Stadt Winterthur erhielt und nur wenig Proben zusammen durchführen konnte.
Als letzter Programmpunkt war die gemischte Sektion der Tambouren und Pfeifern dran. Nach den ersten beiden Vorträgen fand man sich im hinteren Mittelfeld wieder. Speziell bei der gemischten Sektion ist der Parademarsch. Streng reglementiert marschiert die Gruppe eine Paradestrecke spielend ab. Die Stückwahl konnte die Jury nicht überzeugen und somit landete der TV Elgg auf dem letzten Schlussrang. Auch hier trat man grösstenteils gegen Basler Gruppen an.
«Gässeln» und Gemütlichkeit
Nach langen Wettkampftag wurde die Altstadt von Appenzell bei einem kühlen Getränk genossen. Die rote Herde des Tambourenverein Elggs wurde auch von einer Poltergruppe bemerkt und wurde spontan für ein Ständchen angefragt. Dabei durfte die Braujungfer mit dezenter Unterstützung des Sektionsleiters den Taktstock schwingen. Anschliessend ging es bereits zum Nachtessen ins Festzelt oder in ein lokales Restaurant. Für die meisten als Höhepunkte des Wochenendes ging es in einer riesigen Gruppe ans «Gässeln» durch die Häuserschluchten von Appenzell. Während die Jungen mit einer Delegation und Aktiven den Heimweg antraten, blieb eine gruppe Unermüdlicher und «gässelte» bis spät in die Nacht weiter.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Festaktes und des gemeinsamen Musizierens. Mit einem Sternmarsch fand der Festakt auf dem Landsgemeindeplatz vor malerisch Kulisse statt. Traditionell werden verschiedene Gesamtaufführungen gespielt, bevor der Umzug durch die Gassen und Appenzell stattfand. Die schöne Altstadt fasste diesen in einen würdigen Rahmen und die Fotographen hatten eine Qual der Wahl für ihre Fotosujets. Bis zur Rangverkündigung holten holte man den Schlaf der vergangene Nacht nach oder genoss die Geselligkeit in einem der zahlreichen Lokalitäten bei Glacé und Caffè. Um 16 Uhr ging es mit einer Heerschar von Tambouren auf die viel zu kleine Appenzellerbahn und man trat den Heimweg an. In Elgg entschied eine kleine Gruppe dem Schützenverein einen musikalischen Gruss für ihr eigenes Eidgenössisches Fest zu überbringen. Bei Speis und Trank im Obertor wurde auf das ereignisreiche Wochenende angestossen.
Der Dank gilt an allen Leiter und Leiterinnen sowie dem Materialtransport welche sich vorbildlich um Jugendliche und Instrumente kümmerten. So bleiben allen unvergessliche Erinnerungen an dieses Wettspiel.
ANDREJ BLASER,
FÜR DEN TAMBOURENVEREIN

