Im Rahmen der Gewerbeausstellung des HGV Elgg entstehen zahlreiche Landbänkli. Ein ganz besonderes Bänkli zum 175. Geburtstag der ZLB hat Forst Elgg aus dem Holz einer Lärche gebaut. Später soll es bei der Ruine Schauenberg aufgestellt werden.
Mit stattlichen 17,5 ...
Im Rahmen der Gewerbeausstellung des HGV Elgg entstehen zahlreiche Landbänkli. Ein ganz besonderes Bänkli zum 175. Geburtstag der ZLB hat Forst Elgg aus dem Holz einer Lärche gebaut. Später soll es bei der Ruine Schauenberg aufgestellt werden.
Mit stattlichen 17,5 Metern Länge ist die Bank kaum zu übersehen. Gefertigt wurde sie aus Lärchenholz aus dem Elgger Gemeindewald. Hinter dem Projekt steht Valentin Schnyder, Gründer und Inhaber der Spenglerei Schnyder AG und Initiator der Aktion «Landbänkli», die im Rahmen der dieses Jahr besonders aufwändigen Elgger Gewerbeausstellung und zum 175-jährigen Bestehen der Zürcher Landbank (ZLB) ins Leben gerufen wurde. Alle 62 Aussteller der Elgger Gewerbeschau wurden aufgefordert, eine eigene Bank zu gestalten, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.
Hergestellt wurde das «längste Zürcher Landbänkli der Welt», wie Schnyder es nennt, unter der Leitung von Christian Scherrer von Ivo Schwager und dem Lernenden Jonas Ganz von Forst Elgg. Das Holz stammt von einer 175-jährigen Elgger Lärche. Das Holz sei wetterbeständig und eigne sich gut für den Aussenbereich. «Wir werden die Bank der Zürcher Landbank (ZLB) zu ihrem 175. Geburtstag übergeben», sagt Schnyder. Dass Baumalter und Jubiläum so genau zusammenpassen, sei Zufall. Ausschlaggebend für die Wahl des Baumes sei die Nachhaltigkeit gewesen.
Chronik zu Ereignissen in Elgg
Erstmals zu sehen ist die Bank an der Gewerbeausstellung vom 8. bis 10. Mai am Stand der Spenglerei Schnyder AG. Besucherinnen und Besucher können dort auf dem Bänkli Platz nehmen. An der Lehne soll gemäss Valentin Schnyder eine Chronik auf einer Zeitachse zeigen, was in den vergangenen 175 Jahren in Elgg geschehen ist, etwa der Dorfbrand oder die Ankunft des ersten Autos.
Auch verschiedene Jahrgänge würden eingraviert. Wer will kann sich so symbolisch bei seinem Geburtsjahr hinsetzen. Spuren der Vergangenheit trägt auch das Holz selbst: «Sichtbar sind die Überreste eines Blitzeinschlags, der den Baum vor Jahren getroffen hatte», so Schnyder.
Standort auf dem Schauenberg
Nach der Ausstellung soll die Bank bei der Ruine Schauenberg aufgestellt werden. Der Standort sei bewusst gewählt worden. Der Aussichtspunkt werde häufig von Familien, Wandernden und Schulklassen besucht. «Sie finden wunderbar Platz auf der grossen Bank. Auch der Grundeigentümer unterstütze das Projekt wohlwollend. Ihnen sei wichtig gewesen, dass das Landbänkli der Elgger Bevölkerung langfristig Freude bereite, sagt Valentin Schnyder. Weil die Bank aussergewöhnlich gross ist, braucht es dafür eine Baubewilligung. Das bestätigt Förster Roman Brazerol von Forst Elgg.
Laut Baubeschrieb wurde die Bank in robuster Bauweise erstellt und fügt sich dank der Naturmaterialien gut in die Umgebung ein. Sie ergänze die bestehende Infrastruktur für Erholungssuchende auf dem Schauenberg, wird festgehalten.
BETTINA STICHER
Impressionen zur Entstehung des Elgger Landbänkli