Wenn die Nati spielt, verwandelt sich die Public-Viewing-Veranstaltung des SC Aadorf in ein kleines Stadion. Am Donnerstagabend war es wieder so weit: Zum Public Viewing des zweiten WM-Gruppenspiels der Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina fanden sich die Fans auf der Anlage ein, richteten sich mit ...
Wenn die Nati spielt, verwandelt sich die Public-Viewing-Veranstaltung des SC Aadorf in ein kleines Stadion. Am Donnerstagabend war es wieder so weit: Zum Public Viewing des zweiten WM-Gruppenspiels der Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina fanden sich die Fans auf der Anlage ein, richteten sich mit Getränk und guter Laune im Zelt ein und feuerten gemeinsam ihre Nati an.
Die erste Halbzeit verlangte den Zuschauern Geduld ab. Die Schweiz hatte mehr Ballbesitz, fand aber gegen die stabile bosnische Abwehr kaum gefährliche Wege zum Tor. Das Pausenresultat lautete 0:0. Doch die Stimmung blieb warm und gespannt, denn alle spürten: Da geht noch etwas.
Und wie! In der 74. Minute wechselte Nationaltrainer Murat Yakin den Freiburger Johan Manzambi ein – und schon rund zwei Minuten später brachte dieser die Schweiz mit einem akrobatischen Abschluss in Führung. Auf dem Aadorfer Fussballplatz brach der Jubel los. Wer bis dahin ruhig auf der Bank gesessen hatte, stand jetzt auf den Beinen.
Was folgte, war eine furiose Schlussphase: Rubén Vargas erhöhte in der 84. Minute auf 2:0, Manzambi traf in der 90. Minute zum dritten Mal – und selbst das bosnische Anschlusstor änderte nichts mehr an der Euphorie. Den Schlusspunkt setzte Captain Granit Xhaka per Foulelfmeter in der Nachspielzeit. Endstand: 4:1. Jedes Tor wurde auf dem Platz lautstark gefeiert, jeder Treffer liess die Stimmung nochmals steigen. Das war Public Viewing, wie es sein soll.
Nächster Halt: Kanada
Mit vier Punkten aus zwei Spielen ist die Schweiz voll auf Kurs Richtung K.o.-Phase. Das dritte und letzte Gruppenspiel steigt am kommenden Mittwoch gegen Gastgebernation Kanada – Anpfiff ist um 21 Uhr.
EMANUELA MANZARI