Im Rahmen der Umfrage der «Elgger Aadorfer Zeitung» zum Thema «Januarloch oder Neustart?» konnten noch zwei weitere sympathische Stimmen aus Elgg und Hagenbuch ergänzt werden. Ein spontanes Gespräch auf der Strasse erweist sich immer wieder als Bereicherung ...
Im Rahmen der Umfrage der «Elgger Aadorfer Zeitung» zum Thema «Januarloch oder Neustart?» konnten noch zwei weitere sympathische Stimmen aus Elgg und Hagenbuch ergänzt werden. Ein spontanes Gespräch auf der Strasse erweist sich immer wieder als Bereicherung – herzlichen Dank für all die persönlichen Einblicke.
(RED)
Bevor ich ins neue Jahr starte, schaue ich mir gerne den Kalender des vergangenen Jahres an. Das ist für mich ein Moment des Innehaltens – eine Art persönlicher und emotionaler Jahresrückblick. Danach beginnt ein neues Jahr, wie ein frisches Buch mit leeren Seiten, verbunden mit Hoffnung und der Frage, was es wohl mit sich bringen wird: Positives, aber auch Herausforderndes. Die Ruhe, die sich zu Jahresbeginn einstellt, geniesse ich heute sehr – auch dank Alter und Lebenserfahrung. Finanziell konnten wir das Januarloch als Familie stets gut überbrücken, da ich jeweils Monatscouverts vorbereitet hatte und unser Haushaltsbudget so übersichtlich blieb. Das Geld im Couvert musste dann einfach reichen.
Früher, in meiner Zeit als Filialleiterin – ursprünglich noch bei Pick Pay vor fast 40 Jahren – war der Januar klar der umsatzschwächste Monat. Entsprechend mussten Aktionen gut geplant werden. Besonders gefragt waren günstigere Produkte wie Teigwaren, die für die Kundinnen und Kunden auch in dieser Zeit erschwinglich waren. Abschliessend lässt sich sagen: Der Alltag kehrt nach dem Jahresbeginn meist schnell zurück, damit auch die Gefahr eines kurzfristigen Januarlochs. Trotzdem empfinde ich den Neustart als etwas Schönes, da er neue Chancen eröffnet. Ein Neustart kann jedoch auch während des Jahres immer wieder stattfinden.
KARIN, 60 JAHRE, ELGG
Persönlich erlebe ich weder ein Januarloch noch habe ich das Bedürfnis nach einem Neustart zu Beginn des Jahres. Als ich noch berufstätig war und es am Arbeitsplatz nicht immer gepasst hat, kam gelegentlich der Gedanke auf: Oh nein, jetzt geht wieder alles von vorne los und es dauert lange bis zu den nächsten Ferien. Heute geht es mir gut. Ich freue mich auf die kommende Zeit, denn es gibt immer etwas zu tun.
Finanziell habe ich das Januarloch früher jedoch deutlich gespürt. Während meiner Zeit im Verkauf zeigte sich im Januar jeweils ein klarer Umsatzrückgang. Zu Jahresbeginn hatten viele Kundinnen und Kunden weniger Geld zur Verfügung, was sich direkt auf die Verkaufszahlen auswirkte. Der Januar war der umsatzschwächste Monat des Jahres und wurde bei uns im Geschäft entsprechend als das umgangssprachliche Januarloch bezeichnet.
URS, 63 JAHRE, HAGENBUCH