Die Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative reden mantraartig von der «Chaos-Initiative». Dabei führt im Moment eher die zu schnelle und daher übergrosse Zuwanderung zu Chaos in unserem Land. Richtig? Es sind kurzum zu schnell, zu viele Menschen gekommen. Über 1 Million ...
Die Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative reden mantraartig von der «Chaos-Initiative». Dabei führt im Moment eher die zu schnelle und daher übergrosse Zuwanderung zu Chaos in unserem Land. Richtig? Es sind kurzum zu schnell, zu viele Menschen gekommen. Über 1 Million Personen in den letzten 12 Jahren, ist das nicht «crazy»? Verstopfte Strassen, steigende Staustunden, überfüllte Züge zu Hauptverkehrszeiten, lange Warteschlangen bei Wohnungsbesichtigungen, Dichtestress pur im ganzen Mittelland!
Die Frage sei erlaubt: Ist das alles den (angeblichen) Wohlstandsgewinn wert? Steigt dieser überhaupt noch für die breite Bevölkerung? Wenn man das BIP-Wachstum je Bürger zu Rate zieht, dann eher nicht. Dass eine Fachkraft, welche zum Arbeiten in die Schweiz kommt, ihren Partner oder Partnerin und ihre Kinder mitbringen darf, versteht sich auch für mich von selbst. Aber muss es gleich die ganze Verwandtschaft sein? Eine Person arbeitet und bis zu elf weitere Menschen kommen zusätzlich mit? Ist das gewollt?
Dass es Probleme gibt mit der zu schnellen Gangart der Zuwanderung, geben auch die Gegner unumwunden zu. Sie wollen über alles sprechen, tun wollen sie aber nichts! Aus Angst vor Sanktionen und schlechter Presse. Man hört dann immer wieder, warum die Initiative nicht die Lösung sein kann. Ein akzeptabler Gegenvorschlag wurde aber von allen Gegnern im Parlament verworfen. Ein JA wird die Schweiz sicher nicht zum Absturz bringen – aber die wirklichen Probleme werden dann endlich angegangen und nicht nur ausgesessen.
PETER BÜHLER, ETTENHAUSEN,
KANTONSRAT DIE MITTE